Um die wohl weltweit einmalige Brauereiendichte mit aktuell 65 Brauereien im Landkreis zu erhalten und zu stärken, hatte der Bamberger Landrat Johann Kalb ( CSU ) 2014 die Idee, ein eigenes Landkreisbier zu entwickeln. Damit war die Initiative „36 Kreisla“ geboren. In diesem Jahr kam ein „Franken-Dunkel“ dazu, das am traditionellen Brauersilvester im Bauernmuseum Bamberger Land zur Verkostung vorgestellt wurde.

Als Ehrengast war Schwester Doris Engelhard vom Kloster der Armen Franziskanerinnen von der Heiligen Familie in Mallersdorf eingeladen worden. Sie ist seit über 20 Jahren als eine der wenigen Braumeisterinnen in Deutschland tätig. Dort wird jede Woche gebraut und man hat einen Jahresausstoß von 3000 Hektoliter Bier , wovon rund 20 Prozent im Kloster bleiben.

Das neue Landkreisbier ist eine Gemeinschaftsproduktion der Brauereien Herrmann (Ampferbach), Kaiser (Grasmannsdorf) und Sternbräu Scheubel (Schlüsselfeld). Das kräftige dunkle Bier mit 13,8 Prozent Stammwürze und 5,5 Vol.-Prozent Alkohol wurde mit vier verschiedenen Malz- und zwei verschiedenen Hopfensorten eingebraut. Anschließend ist es unfiltriert in Fässer und Flaschen abgefüllt worden. Es hat ein leichtes Raucharoma, bleibt aber hopfenbetont im Nachgeschmack. Andrea Spörlein