Der Landkreis blüht – Urkunden für Naturgärten

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Die Urkunden der neu zertifizierten Gärten im Landkreis Forchheim wurden übergeben (unten v. l.): Bernhard und Elfriede Forster, Monika Bellmann; (2. Reihe) Michaela Vogel (Kirschkönigin), daneben Tanja Fröhlich; (obere Reihe) die Ehrengäste mit L...
Die Urkunden der neu zertifizierten Gärten im Landkreis Forchheim wurden übergeben (unten v. l.): Bernhard und Elfriede Forster, Monika Bellmann; (2 ...
Die Urkunden der neu zertifizierten Gärten im Landkreis Forchheim wurden übergeben (unten v. l.): Bernhard und Elfriede Forster, Monika Bellmann; (2. Reihe) Michaela Vogel (Kirschkönigin), daneben Tanja Fröhlich; (obere Reihe) die Ehrengäste mit L...

Um die Gartenplakette „Bayern blüht – Naturgarten“ erhalten zu können, müssen umfangreiche Kernkriterien sowie ein überwiegender Teil der beiden Kategorien der „Kann“-Kriterien erfüllt werden. Zu diesem Zweck ist im Landkreis Forchheim ein Team von speziell für die Tätigkeit ausgebildeten Zertifizierern in den gemeldeten Gärten unterwegs.

Brigitte Wagner, Norbert Jungkunz und Hans Schilling überprüfen die einzelnen Kernkriterien wie zum Beispiel den Verzicht auf chemische Pflanzenschutzmittel und ob alle anderen Maßnahmen zur Vermeidung von Krankheiten und Schädlichem ergriffen wurden. Hierzu zählen unter anderem die Kulturschutznetze. Weiter gehören dazu der Verzicht auf chemisch-synthetische Dünger und Torf.

Zusätzlich wird der Gesamteindruck des Gartens durch die Zertifizierer bewertet. Hierbei sind alle Maßnahmen willkommen, die eine hohe ökologische Vielfalt fördern. Um die Biodiversität im eigenen Garten zu fördern, können Trockenmauern, Steinhaufen und Feuchtbiotope angelegt, Lebensräume für Vögel und Insekten geschaffen werden.

Neben den „Muss“-Kriterien gibt es eine Reihe von „Kann“ Kriterien. Bei diesen Kriterien geht es hauptsächlich um die Artenvielfalt und die Nutzung im Garten.

Neben einfach blühenden Blumen und Stauden als Insektennahrung werden variantenreiche Hecken und Gehölze, die standortgerechte Pflanzung von Laub- und Obstbäumen und die Vielfalt der Lebensräume beurteilt. Ein wildes Eck, das Zulassen von Wildkraut sowie extensive Grünflächen zählen ebenso zum Naturgarten.

Die ökologische Bewirtschaftung des Naturgartens ist ein weiteres Kriterium. Hierzu zählen Gemüse und Kräuterbeete, ein sinnvolles Kompostmanagement, eine Regenwassernutzung und sparsame Wasserverwendung.

Alle Kriterien, die beim Zertifizieren geprüft werden, finden sich im Detail auf der Internetseite lwg.bayern.de/naturgarten. Für Anmeldung und Durchführung der Zertifizierung zum Naturgarten steht im Landkreis der Fachberater für Gartenkultur und Landespflege, Hans Schilling, unter Telefon 09191/861095 oder E-Mail hans.schilling@lra-fo.de zur Verfügung.  red