Die Blühflächen der AG BauNACHhaltigkeit haben auch im Winter nichts von ihrem Reiz verloren. "Man muss nur etwas genauer hinschauen, um die besonderen Feinheiten der Natur zu erkennen", heißt es in der Mitteilung der Initiative, in der sich Menschen für die lebenswerte Zukunft ihrer Region engagieren.

Die Blühflächen wurden mit Unterstützung verschiedener Grundstückseigentümer bereits im vergangenen Frühjahr von der Arbeitsgemeinschaft angelegt. Während des Sommers waren diese Flächen eine gute Futtergrundlage für Bienen , Hummeln und zahlreiche andere Insekten. Der Bestand wurde bewusst stehen gelassen, denn jetzt im Winter bieten die meist hohlen Stängel Unterschlupf für Kleininsekten und deren Eier und Larven . Nicht nur die Sonnenblumen, sondern auch viele andere Samen seien jetzt im Winter eine willkommene Futterquelle für viele Vogelarten , heißt es in dem Pressebericht.

Ein weiteres Projekt der AG BauNACHhaltigkeit beginnt bereits zu sprießen. Am Radweg von Baunach nach Reckenneusig wurden Musterflächen für alte, fast in Vergessenheit geratene Getreidearten angelegt. Sie sind anspruchslos. Der Anbau erfolgt zum größten Teil biologisch. Auf zusätzliche mineralische Düngung und chemischen Pflanzenschutz kann verzichtet werden. Das schont die Böden und trägt zur ökologischen Vielfalt auf den Feldern bei. Der Landwirt Andreas Roppelt bietet auf seinem Feldstück eine Schaufläche für Einkorn, Emmer und Dinkel . Diesen alten Sorten stehen neuere Züchtungen gegenüber, zum Beispiel Winterroggen, Winterweizen und Wintergerste. Ergänzend wird im Frühjahr noch Sommerhafer in zwei verschiedenen Sorten angebaut.

Mit reichlich Informationsmaterial versehen sollen diese Getreidearten 2021 Ziel für Ausflüge von Kindergärten und Schulklassen werden und natürlich auch allen anderen Interessierten die alten Getreidesorten anschaulich werden lassen, berichtet die AG. red