Für ihre langjährigen Verdienste in der kommunalen Selbstverwaltung wurden in Breitengüßbach zwei Bürger geehrt. Im Gemeinderat war auch ein neuer Mobilfunkmast Thema, genauso wie die geplante Tagespflege in der Bamberger Straße. Zudem wurde der Bericht der Rechnungsprüfung für das Jahr 2019 präsentiert.

Hubert Dorsch, von 2002 bis 2014 Gemeinderat und anschließend für sechs Jahre Zweiter Bürgermeister, und Paul Förner, langjähriger und noch amtierender Gemeinderat aus Hohengüßbach, haben vom bayerischen Staatsministerium des Innern in Form einer Dankesurkunde Anerkennung für das langjährige Wirken in der kommunalen Selbstverwaltung erhalten. Aufgrund der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie fand die Ehrung nicht im Landratsamt statt, sondern Bürgermeisterin Sigrid Reinfelder durfte die Urkunden und ein kleines Geschenk überreichen. Beide Geehrte sind auch über ihr politisches Engagement hinaus aktiv, etwa im gesellschaftlichen oder kirchlichen Bereich.

Grünes Licht für Mobilfunkmast

Beraten wurde bei der Gemeinderatssitzung nach der Ehrung über die „Erste Änderung des Bebauungsplanes mit integriertem Grünordnungsplan Solarpark Gut Leimershof II“. Grund ist, dass ein bisher als Ausgleichsfläche gedachter Bereich nun als private Grünfläche ausgewiesen werden soll. Dort soll dann ein Mobilfunkmast von Vodafone errichtet werden. Der Funkmast wird maximal 45 Meter hoch sein und hat, inklusive Technikhaus, einen Flächenbedarf von 15 auf 15 Meter. Die Gemeinderäte gaben einstimmig grünes Licht für diese Änderung.

Jahresrechnung 2019 festgestellt

Ebenfalls einstimmig ging der Bauantrag von Thomas Hümmer zur Nutzungsänderung für ein Gebäude in der Bamberger Straße von einer Gaststätte zu einer Tagespflege für Senioren durch. Außen am Haus finden keine Veränderungen statt, innen sollen aber Räume geschaffen werden, die den Anforderungen zur Betreuung von bis zu 25 Senioren entsprechen.

Für den neuen Netto-Markt erteilte der Gemeinderat einstimmig eine Befreiung vom Zwang zum Anschluss an die öffentliche Entwässerungsanlage bezüglich des Regenwassers, das auf Dach und Grundstück anfällt. Das Regenwasser kann hier über einen Vorfluter direkt in den Güßbach geleitet werden.

Etwas länger beschäftigte sich das Gremium mit der Feststellung der Jahresrechnung 2019 und der vorangegangenen Rechnungsprüfung. Christine Raab ( CSU ), Vorsitzende des Rechnungsprüfungsausschusses, berichtete ausführlich über die Prüfung und deren Ergebnisse.

Erwähnenswerte Punkte waren dabei deutliche Defizite des Friedhofs (rund 150 000 Euro) sowie im Bereich Wasser/Abwasser, in dem aber bereits eine Gebührenanpassung angegangen wurde. Auch die Hans-Jung-Halle verursache für die Gemeinde jedes Jahr Verluste (2019: 220 000 Euro).

Zu prüfen seien die Betriebskosten der gemeindlichen Kindertagesstätte im Vergleich zur Einrichtung, die von der Kirchenstiftung betrieben wird. Kämmerer Christoph Hetzel erklärte, hier sei man im Austausch mit der Kirchenstiftung . Die Jahresrechnung wurde abschließend einstimmig festgestellt.

Sanierung der Ortsmitte: höherer Zuschuss

Unter „Sonstiges“ erwähnte Bürgermeisterin Sigrid Reinfelder, dass die Gemeinde den Zuwendungsbescheid für die Sanierung der Ortsmitte erhalten habe. Gefördert werde diese mit 80 Prozent, die Gemeinde sei somit in die höhere Förderklasse gekommen. Somit liege der Eigenanteil für die Maßnahme bei circa 650 000 Euro, Breitengüßbach komme daher etwa 700 000 Euro günstiger weg als gedacht.