Die Ausgabensteigerung im Verwaltungshaushalt ist im Wesentlichen auf die Erhöhung der Kreisumlage zurückzuführen, die mit 1.517.800 Euro der größte Ausgabenposten im Verwaltungshaushalt ist und um 238.300 Euro höher ist als im Vorjahr. Die weiteren großen Ausgaben sind die Zuweisungen/Zuschüsse BayKiBiG etc. (1.305.550 Euro), die Personalausgaben (1.056.350 Euro), der sächliche Verwaltungs- und Betriebsaufwand (851.750 Euro) und die Zuführung zum Vermögenshaushalt (784.960 Euro).
Ein Vergleich der Vollzeitstellen in der Verwaltung mit Gemeinden der gleichen Größe belegt, dass durchschnittlich 2,55 Vollzeitstellen je 1000 Einwohner erforderlich sind. In der Gemeinde Walsdorf, weist der Stellenplan für die Verwaltung 6,3 Vollzeitstellen aus, wobei aktuell nur 4,9 Vollzeitstellen besetzt sind.
Zum Vermögenshaushalt
Der Vermögenshaushalt hat ein Volumen von 2.466.850 Euro (Vorjahr: 2.103.800 Euro). Bei den Einnahmen sind die Entnahme aus Rücklagen von 1.291.390 Euro neben der Zuführung aus dem Veraltungshaushalt (inkl. Sonderrücklagen) von 850.960 Euro die größten Einnahmen. Auf der Ausgabenseite sind die Baumaßnahmen von 1.550.000 Euro der größte Aufwand, wobei hiervon 1.130.000 Euro als Planungskosten, Umbau und Sanierung des Südtrakts der Schule vorgesehen ist. Für Tilgung und Ablösung eines Kredites müssen 601.850 Euro aufgewendet werde.
Der Haushalt 2026 wurde einstimmig beschlossen.
Stromspeicher geplant
Vor einem Jahr wurde auf den Bauhof der Gemeinde eine PV-Anlage installiert, mit der unter anderem der Strom für die Kläranlage erzeugt wird. Nach einem Jahr wurde festgestellt, das nur ca. die Hälfte des produzierten Strom dafür verwendet werden kann und der Rest ins Netz eingespeist wird. Mit einem Stromspeicher ließen sich die Lastspitzen abfangen und man hätte bei Stromausfall auch einen Notstromfunktion für einen kurzen Zeitraum. Ein Mitarbeiter der Firma Oros Energy hat dem Hauptausschuss der Gemeinde Walsdorf die Speicherlösung vorgestellt und ein erstes Richtangebot erstellt. Danach würde sich eine jährliche Einsparung bei den Energiekosten von ca. 10.000 Euro durch den Eigenverbrauch und der Lastspitzenkappung errechnen. Für den Kauf eines Speichers und den Installationsarbeiten müssten ca. 85.000 Euro gerechnet werden. Der Stromspeicher würde sich bei gleich hohen Stromkosten nach ca. acht Betriebsjahren amortisieren.
Zustimmung der Räte
Der Gemeinderat hat der Anschaffung zugestimmt, damit die Kosten im Haushaltsplan für 2026 ausgewiesen und weitere Angebote eingeholt werden können.
Der Mietvertrag mit den Betreibern der Bürgersolaranlage auf der Walsdorfer Schule läuft Ende 2026 aus. Der Betreiber hat der Gemeinde Walsdorf die Übernahme der PV-Anlage angeboten. Aufgrund der Generalsanierung der Schule muss die Anlage auf dem Dach der Grundschule (Trakt C ) sowieso demontiert werden, weil das Dach saniert werden muss. Der Gemeinderat stimmt der Übernahme der PV-Anlage auf den Schuldächern ab dem 1. Januar 2027 grundsätzlich zu. Für die Übernahme soll neben der Einspeisungsvergütung des letzten Betriebsjahres ein Zusatzbetrag von ca. 20.000 Euro entrichtet werden. Bürgermeister Wolff wurde beauftragt, die Verhandlungen mit den Betreibern zu führen.