Prall gefüllt war die Küpser Festhalle und ebenso prall gefüllt war das Programm, das die fast 300 Küpser Senioren am bunten Nachmittag erwartete. Bürgermeister Bernd Rebhan moderierte die Veranstaltung.

Den musikalischen Auftakt und die weitere Umrahmung lieferten die PaPeLa's, die gekonnt alte Schlager zum Besten gaben.

In duftigen Tüllröckchen überzeugten die Ballerinen des Ballettstudios Corinna Hufnagel. Die Jüngsten drehten sich grazil zu einer Polka von Johann Strauß, während die etwas älteren Schülerinnen im klassischen Ballett brillierten. Ein flotter spanischer Tanz rundete das gezeigte Können ab.

Unter Leitung von Heike Zauritz, Pia Fugmann und Marie Klein wurden die Langstädter Funken trainiert, die nun auf den "Brettern, die die Welt bedeuten", ihr Erreichtes zeigten. In atemberaubendem Tempo und perfekter Formation wirbelten zu fetzigen Klängen sowohl die Minifunken wie auch die Garde-Gruppe über das Parkett und ließen bei den zackigen Spagateinlagen den Zuschauern den Atem stocken. Auch das Prinzenpaar Nadine I. und Florian gab den Senioren die Ehre.

Nicht schlecht staunten die Gäste, als sich plötzlich zwischen den Reihen orientalisch anmutende Gefährten mit einem großen Kamel den Weg in Richtung Bühne bahnten. Dort angelangt, entlud sich ein Feuerwerk an meisterlicher Choreografie, das in ägyptischem Outfit die Küpser Firedancer ablieferten. Selbst eine Mumie rockte mit. Ein schallender Applaus und die Rufe nach Zugabe honorierten die Darbietungen der Küpser Feuerwehrmänner und die Leistungen der Trainerin Brigitte Gramp, die aus den "harten Männern" eine spektakuläre Showgruppe machte.

Viel Gelächter erntete die Weismainer Kellerassel mit ihrem Gequassel. Franz Besold spannte einen weiten Bogen seiner Betrachtungen vom modernen und esoterischen Franken, der seinen Wirsing aus Klangschalen isst und dann Blubberbläschen aus seinem Gedärme in der Therme aufsteigen lässt über das Liebesleben der Kuh bis hin zum Vorschlag, die Kassenbons auf dreilagigem Papier zu drucken, um sie dann noch einer weiteren Verwendung zuführen zu können. Die Funkenmariechen Celine Eckert und Nadja Wachter vom TSV Küps präsentierten ihre sportliche Tanzperformance und kündigten an, eine Funkengarde aufbauen und trainieren zu wollen.

Lustige Lieder in fränkischer Mundart, instrumental begleitet von einer Gitarre und einem Schifferklavier, intonierten "Die flotten Pensionisten" aus Burgkunstadt. Der Mann an der Ziehharmonika, Arthur Häusinger, verriet dem Publikum, dass Bernd Rebhan versucht habe, mit 20 Euro Bestechungsgeld den Sängern ein Loblied auf sich als Bürgermeister und seinen Ort Küps zu entlocken. Dies sei aber entschieden von den aufrichtigen Musikern abgelehnt worden. Bei 50 Euro Schmiergeld habe man aber doch noch mal über den Vorschlag nachgedacht und eine dem Preis zugemessene Hymne losgelassen.

Kurzweilig verging der Bunte Nachmittag, dessen Gesamtorganisation Martina Schnapp von Rathaus Küps innehatte. ah