Traditionelle Fuchswoche der Hammelburger Jäger

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Das Verblasen der Strecke ist Teil des jagdlichen Brauchtums.
Das Verblasen der Strecke ist Teil des jagdlichen Brauchtums.
Julia Brimer

Pünktlich zur Rückkehr der ersten Kiebitze in der Region, veranstalteten die Hammelburger Jäger ihre traditionelle Fuchswoche.

Die Fuchswochen werden bayernweit alljährlich im Januar und Februar durchgeführt. Das gemeinsame Streckelegen mit dem Verblasen der Strecke durch die Jagdhornbläser, ist der feierliche Abschluss der Fuchswochen. Die Veranstaltung fand sowohl bei Jägern als auch bei der geneigten Öffentlichkeit großen Zuspruch.

Die bewusste Terminwahl im ausgehenden Winter erfolgte mit Blick auf den Tierschutz : Die Bejagung wurde vor Beginn der Aufzucht- und Setzzeit durchgeführt, sodass Elterntiere während der sensiblen Phase der Jungenaufzucht nicht betroffen sind.

In vielen Revieren stellen überhöhte Raubwildbestände eine zunehmende Herausforderung dar. Insbesondere der Fuchs und Marder können lokal erheblichen Einfluss auf Bodenbrüter wie Kiebitz, Feldlerche oder Rebhuhn sowie auf Junghasen haben. Auch der Waschbär hat sich zwischenzeitlich flächendeckend etabliert und gefährdet zusätzlich noch Amphibien und Lurche. Gerade die Krötenzäune im Frühjahr bieten den Waschbären ein reich gedecktes Buffet; die Räuber sammeln die Kröten über Nacht an den Zäunen und fressen sie auf. Durch eine gezielte und zeitlich abgestimmte Bejagung wird ein Beitrag zur Stabilisierung der Bestände der gefährdeten Arten geleistet und das ökologische Gleichgewicht unterstützt. Auch dieses Jahr folgten die Jäger der Einladung der Angler, sie aktiv bei der Kormoranjagd zu unterstützen.

Der Kormoran hat sich in den vergangenen Jahren im Bereich des Saaletals stark vermehrt und kann regional erhebliche Auswirkungen auf Fischbestände haben. Die streckenweise eher geringe Struktur der Saale macht es den Kormoranen leicht an ihre Beute zu kommen. Die Zusammenarbeit zwischen Jägerschaft und Fischerei unterstreicht den gemeinsamen Anspruch, Verantwortung für die heimische Tierwelt und deren Lebensräume zu übernehmen. Die Bejagung des Raubwilds ist hierbei nur ein Pfeiler; auch die Biotoppflege, wie zum Beispiel die Anlage von Blühflächen und Heckengehölzen ist ebenfalls eine Grundvoraussetzung der Artenvielfalt . Die Fuchswoche ist fester Bestandteil eines ganzjährigen Engagements der Jägerinnen und Jäger für Natur- und Artenschutz. Der BJV Hammelburg bedankt sich bei allen Beteiligten für ihren Einsatz und die gelungene Veranstaltung und betont, dass Jagd stets im Einklang mit Natur- und Artenschutz steht.

Julia Brimer,

    Bayerischer Jagdschutz- und      Jägerverband Hammelburg e.V.