Mit allen Sinnen Glauben erleben

1 Min
Auch bei den Fürbitten waren die Kinder und Jugendlichen aktiv beteiligt. Mit eigenen Worten und Gedanken brachten sie ihre Anliegen vor – für Familie, Freunde und den Frieden in der Welt.
Auch bei den Fürbitten waren die Kinder und Jugendlichen aktiv beteiligt. Mit eigenen Worten und Gedanken brachten sie ihre Anliegen vor – für Familie, Freunde und den Frieden in der Welt.
Dieter Densch
Einige Kinder ließen sich im Gottesdienst symbolisch die Hände waschen – ein stiller und eindrucksvoller Moment.
Einige Kinder ließen sich im Gottesdienst symbolisch die Hände waschen – ein stiller und eindrucksvoller Moment.
 

Am Gründonnerstag lud der Pastorale Raum Hammelburg zu einem besonderen Gottesdienst in die St.-Jakobus-Kirche in Machtilshausen ein. Schon beim Ankommen war spürbar, dass dieser Abend anders werden würde als ein gewöhnlicher Gottesdienst . Viele Familien mit Kindern und Jugendlichen waren gekommen, und eine warme, offene sowie erwartungsvolle Atmosphäre erfüllte den Kirchenraum.

Unter der Leitung von Gemeindereferentin Monika Hufnagel stand der Abend unter dem Motto „Mit allen Sinnen“. Und genau das wurde im Verlauf der Feier deutlich: Es ging nicht nur ums Zuhören, sondern auch ums Mitmachen, Mitfühlen und Miterleben.

Im Mittelpunkt stand die Geschichte vom letzten Abendmahl Jesu mit seinen Jüngern. Die Lektoren Elmar Zier und Julia Werner vermittelten diese zentrale Szene anschaulich und kindgerecht. Besonders eindrucksvoll war die Erzählung von der Fußwaschung. Die Kinder erfuhren, dass sie zur Zeit Jesu eine Aufgabe der Diener war – und wie überraschend es für die Jünger gewesen sein muss, dass Jesus selbst diese Rolle übernahm.

Ein ruhiger und sehr persönlicher Moment war die symbolische Handwaschung. Einige Kinder kamen nach vorne und ließen sich die Hände waschen. Gerade weil es nur wenige waren, wirkte dieser Augenblick besonders intensiv und machte die Botschaft von Nähe, Vertrauen und Gemeinschaft eindrucksvoll erlebbar.

Auch bei den Fürbitten beteiligten sich die Kinder und Jugendlichen aktiv. Mit eigenen Worten brachten sie ihre Anliegen vor und verliehen dem Gottesdienst dadurch besondere Tiefe und Echtheit. Als schließlich Brot und Traubensaft verteilt wurden, wurde die Geschichte greifbar. Beim gemeinsamen Vaterunser entstand ein starkes Gefühl von Gemeinschaft.

Musikalisch begleitet von Tina Starrach und Kate Zier war die Kirche erfüllt von Leben und Verbundenheit. Am Ende nahmen viele das Gefühl mit, nicht nur einen Gottesdienst besucht, sondern wirklich etwas erlebt zu haben.

Dieter Densch, Pfarrei St. Jakobus der Ältere Machtilshausen