Mehr als 40 Interessierte kamen Anfang September, auf dem Schießplatz des Jägervereins zusammen, um sich mit der Jagd auf den Waschbären auseinanderzusetzen. Im Mittelpunkt standen Biologie und Bestandsentwicklung der Art, Fangjagd, rechtliche Vorgaben sowie die Verwertung des Wildbrets, heißt es in einer Pressemitteilung des Jägervereins Bad Kissingen.
Dr. med. vet. Helmut Fischer eröffnete die Veranstaltung mit einem Vortrag zur Biologie des Waschbären. Dabei ging es insbesondere um Lebensweise, Fortpflanzung und die Ausbreitung der ursprünglich aus Nordamerika stammenden Art.
Wie Waschbären in der Praxis bejagt werden können, erläuterten Arno Schlereth und Maximilian Thain. Sie stellten verschiedene Fallentypen vor und gingen auf deren Einsatzmöglichkeiten bei der Waschbärjagd ein.
Rechtliche Bedingungen
Die rechtlichen Rahmenbedingungen der Fangjagd und des Umgangs mit Waschbären waren Thema des Vortrags von Sepp Rauchfuss. Grundlage bildeten Auskünfte der Unteren Jagdbehörde des Landkreises Bad Kissingen.
Dass sich die Beschäftigung mit dem Waschbären nicht auf seine Erlegung beschränken muss, zeigte Klaus Ruhbach. Er widmete sich der Verwertung des Wildbrets und stellte unterschiedliche Möglichkeiten der Zubereitung vor. Im Anschluss konnten die Teilnehmer selbst probieren: Angeboten wurden Würste, Frikadellen, Gulasch und herzhafte Rohwurst vom Waschbären. Die anfängliche Zurückhaltung bei manchem Besucher wich dabei schnell einer positiven Resonanz, heißt es weiter in der Pressemitteilung.