Draußen hochsommerliche Temperaturen, drinnen angenehme Kühle und jede Menge Musik: Unter dem Titel „Sommer in der Stadt“ hatte der Gesangverein 1883 Garitz zu seinem Chorkonzert in den Königlichen Rossini-Saal eingeladen. Das abwechslungsreiche Programm führte durch verschiedene musikalische Zeiten und Stilrichtungen.
Seit 143 Jahren gehört der Gesangverein zum musikalischen Leben in Garitz. Dass dabei Tradition und Neues gut zusammenpassen, zeigte sich auch an diesem Abend. Chorleiterin Ganna Kravchenko und Stefan Ammersbach hatten für die Traditionschöre und den Chor InTakt ein vielseitiges Programm zusammengestellt. Zwei Stücke, bei denen alle Chorformationen gemeinsam sangen, bildeten besondere Höhepunkte.
Für Ganna Kravchenko war das Konzert zugleich eine Premiere als Chorleiterin in Garitz. Zuvor hatte sie den Chor in Stralsbach geleitet. Seit 2026 ist sie in Garitz tätig. Unterstützung erhielten die Traditionschöre von befreundeten Sängerinnen und Sängern aus Westheim, Burkardroth und Arnshausen. Kerstin Back begleitete am E-Piano.
Unter den Gästen waren zwei Persönlichkeiten, die den Verein über viele Jahre geprägt haben: Ehrenchorleiterin Andrea Metzler, die mehr als 20 Jahre als Dirigentin tätig war, sowie Ehrenvorsitzender Georg Riedmann. Mehr als 40 Jahre stand er an der Spitze des Vereins und begleitete unter anderem die Gründung des Frauenchores und des Chores InTakt.
Die Frauen begrüßten das Publikum mit „Für Frauen ist das kein Problem“ von Max Raabe. Der Männerchor ließ die Antwort nicht lange auf sich warten und setzte mit „Wochenend und Sonnenschein“ der Comedian Harmonists einen heiteren Kontrapunkt.
Für zusätzlichen Humor sorgte Hartmut Großmann mit seinem Vortrag „Der Männerchor ist in der Stadt“. Besinnlichere Töne schlug der Männerchor mit der Geschichte eines Aussteigers und Wanderers an, der von einem anderen Leben, den Sternen und der Schönheit der Welt erzählt.
Mit „Signore delle Cime“ führte der Gemischte Chor unter der Leitung von Ganna Kravchenko das Publikum anschließend musikalisch in die Berge. Valerii Atamanchuk, seit 2022 Chormitglied, trug ein Lied aus seiner ukrainischen Heimat vor. Mit „Riport á me“, einem Lied aus dem Piemont, setzte sich die musikalische Reise fort.