Förderverein: „Für uns ein Sechser im Lotto“

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Der Förderverein Kissinger Sommer, im Bild Anton Schick sen., Hans Ulrich Finger, Martha Müller und Hilla Schütze. Siegfried Farkas/Archiv
Der Förderverein Kissinger Sommer, im Bild Anton Schick sen., Hans Ulrich Finger, Martha Müller und Hilla Schütze.  Siegfried Farkas/Archiv

Dass Alexander Steinbeis vor fünf Jahren unter über 40 Bewerbern um die Intendanz des Kissinger Sommers (siehe auch Seite 1) als Sieger hervorging, „hat uns alle wahnsinnig gefreut“, so Martha Müller. „Seine Frische tut Bad Kissingen und dem Festival gut. Er war und ist für uns ein Sechser im Lotto.“ Was sich auch an den Zahlen der Vereinsmitglieder ablesen lässt: „Von 2024 auf 2025 haben wir 150 neue Mitglieder gewinnen können“, sagt Hans-Ulrich Finger.

Kissinger Nach-Sommer während Corona

Wer 34 Jahre lang eng am Festival arbeitet, kann ehrlicherweise nicht nur Positives erzählen. So fiel nach der Gründungsintendantin Kari Kahl-Wolfsjäger, die das Festival 30 Jahre lang leitete, ihrem Nachfolger Tilman Schlömp die unglückliche Rolle zu, während Corona das Festival führen zu müssen. „Schlömp wurde aus unserer Sicht von der Stadt alleine gelassen – wir haben ihn unterstützt und einen kleinen Ersatz-Kissinger Sommer aus der Taufe gehoben.“ Einfluss auf das Programm nimmt der Verein übrigens nicht, „erstens geht das gar nicht und zweitens vertrauen wir auf Alexander Steinbeis“, so Martha Müller. Und auf den können sie sich im Hinblick auf Werbung für den Verein rundum verlassen. Denn Steinbeis wird nicht müde, vor fast jedem Konzert die Trommel zu rühren: „Helfen Sie uns, die 1000-Mitglieder-Grenze zu knacken“, appelliert er ans Publikum.

Anton Schick (86), Martha Müller (76) und Hans-Ulrich Finger (84) machen den Job, der in Spitzenzeiten auch ein Halbtagsjob sein kann, gern. Aber sie sind realistisch, schließlich werden sie nicht jünger. Hans-Ulrich Finger: „Wir wollen mal die Kirche im Dorf lassen. Ja, es ist Arbeit, aber die hat eine ehrenamtliche Feuerwehr auch. Momentan sind wir für drei weitere Jahre gewählt worden, danach machen wir uns darüber Gedanken.“

Anton Schick fügt an: „Ich werde den Vorsitz machen, bis es wirklich nicht mehr geht. Es ist für mich auch eine familiäre Verpflichtung – denn mein Großvater hat am Regentenbau mitgearbeitet.“