Auf 25, 50, 60, 65, 70 oder sogar 75 Jahre seit ihrer Konfirmation blickten am Sonntag, 11. Oktober, 44 Jubilarinnen und Jubilare in der Erlöserkirche Bad Kissingen zurück. Sie feierten Silberne, Goldene, Diamantene, Eiserne, Gnaden- und Kronjuwelenkonfirmation. Die Altersspanne reichte von 39 bis 89 Jahren. Im Mittelpunkt des Gottesdienstes stand ein Gedanke, der alle Generationen verbindet: Das Leben liegt nicht nur hinter uns. Es liegt auch vor uns.
Pfarrer Thomas Volk legte seiner Predigt einen Vers aus Psalm 28 zugrunde: „Der Herr ist meine Stärke und mein Schild, auf ihn hofft mein Herz, und mir ist geholfen.“ Der Rückblick auf die Konfirmationsjahrgänge machte deutlich, wie sehr sich Lebensbedingungen und gesellschaftliche Erwartungen verändert haben. Wer zwischen 1961 und 1976 konfirmiert wurde, erlebte eine Zeit des Wandels: Traditionen und familiäre Pflichten prägten vielerorts noch den Alltag, zugleich wuchsen die Wünsche nach mehr Freiheit und Selbstbestimmung. Die Jugendlichen standen vor der Frage, wie sie ihren eigenen Weg finden konnten. Die Jahrgänge um 2001 erlebten den technischen Aufbruch mit Handys und Internet, aber auch die Erschütterung durch die Terroranschläge vom 11. September.
Für die einzelnen Jubiläumsgruppen verband der Pfarrer den Rückblick mit Wünschen für die kommenden Jahre. Kirchenmusikdirektor Jörg Wölke gestaltete den Gottesdienst musikalisch an der Orgel. Anschließend entstand ein gemeinsames Gruppenfoto, bevor der Festtag bei einem Mittagessen im Bayerischen Hof in Bad Kissingen ausklang. So wurde die Jubelkonfirmation zu einer Feier der Erinnerung und zugleich zu einer Ermutigung für das Hier und Morgen. Der Psalm gab den Festgästen Worte mit auf den Weg: Gott als Stärke und Schutz - für das, was hinter ihnen liegt, und für das, was noch kommt.
Evang.-Luth.
Kirchengemeinde
Bad Kissingen