In diesem Jahr wurden im Landkreis Bad Kissingen acht weitere Gärten mit der Auszeichnung „Naturgarten Bayern blüht“ bedacht. Sinn und Zweck der Aktion ist es, Gärten, beziehungsweise deren Bewirtschafter für ihren Einsatz für die Natur zu belohnen, wie es in einer Pressemitteilung heißt. In einem zertifizierten Naturgarten finden sich viele verschiedene Lebensräume für Tiere, eine hohe ökologische Vielfalt und insektenfreundliche Pflanzen.
Die Kernkriterien
Es gibt mehrere sogenannte Kernkriterien, die erfüllt sein müssen. Auf chemisch-synthetische Dünger und chemische Pflanzenschutzmittel, sowie Torf als Bodenverbesserer muss verzichtet werden. Rasenflächen sollen nicht mit einem Mähroboter behandelt werden – im Gegenteil, es sollte selten gemäht werden, um Bei- und Wildkräuter zuzulassen und Spontanvegetation zu tolerieren.
Im Garten verteilt sollten sich möglichst viele heimische Sträucher und Bäume finden. Blumenwiesen und Stauden sind wichtig für die Biodiversität, da sie Insekten als Nahrungsquelle dienen und die Tiere auch in abgestorbenen Pflanzenteilen und in den Böden darunter überwintern können. Weitere wichtige Kriterien sind der Einsatz vom eigenen Gartenkompost und eine schonende Regenwassernutzung sowie die naturnahe Bewirtschaftung eines Nutzgartens. Daneben zeichnen sich die prämierten Gärten noch durch individuelle Gestaltungselemente aus.
Die Beurteilung und das Prozedere sind bayernweit einheitlich geregelt. Ruth Geyer, Marion- und Michael Herbert sowie Dieter Büttner, Kreisfachberater für Gartenbau und Landespflege sind ausgebildet für die Zertifizierung und übernahmen die Begutachtung der Gärten im Landkreis Bad Kissingen, so die Pressemitteilung.
Die Urkunden und Plaketten wurden nun im Garten von Familie Albert in Wirmsthal durch den Vorsitzenden des Kreisverbandes für Gartenbau und Landespflege Bad Kissingen, Markus Stockmann überreicht.