Das Entscheidungsgremium der Lokalen Aktionsgruppe Rhön-Grabfeld hat in seiner Sitzung eine positive Förderempfehlung des Projekts „Pilgerweg Auszeit“ im Rahmen des Leader-Programms ausgesprochen. Damit kann nun der formelle Förderantrag vorbereitet und bei der zuständigen Verwaltungsstelle eingereicht werden.
Der „Pilgerweg Auszeit“ ist ein 82 Kilometer langer Rundweg durch das Gebiet der Kreuzbergallianz, der bestehende Wege zu einem erkennbaren und einzigartigen Wandererlebnis verbindet, heißt es in einer Pressemitteilung. Er lädt dazu ein, bewusst aus dem Alltag auszusteigen, Ruhe zu finden und Natur, Kultur und die besondere Landschaft der Rhön im Unesco-Biosphärenreservat zu erleben.
Der Weg greift die Pilgertradition rund um den Kreuzberg auf und orientiert sich thematisch am Sonnengesang von Franz von Assisi, der Naturverbundenheit, Achtsamkeit und innere Einkehr miteinander verbindet. An sieben Stationen – Kreuzberg, Osterburg, Schönau, Kissinger Hütte, Basaltsee, Rothsee und Heidelstein – wird es vertiefende Impulse zu den Themen des Sonnengesangs geben. Jede Station wird mit einem Stempelhäuschen aus Holz und einer Infotafel mit QR-Code für digitale Zusatzinhalte ausgestattet. Zusätzlich erhält jede der vier Allianzkommunen eine Infotafel im Ortskern mit Übersicht über Route, Etappen und Kilometerangaben.
Wanderpass – digitale Begleitung
Der zugehörige Wanderpass wird in allen Rathäusern und Tourist-Informationen der Kreuzbergallianz erhältlich sein – wer alle Stationen erwandert, erhält eine Belohnung. Eine begleitende Homepage liefert umfassende Informationen zu Streckenverlauf, Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten, kulturellen Angeboten sowie Reflexionsimpulsen zu den Stationen. Audioformate und barrierearme Inhalte machen das Angebot für eine breite Zielgruppe zugänglich.
Der Pilgerweg bietet nicht nur Erholung, Entschleunigung und spirituelle Impulse, sondern stärkt auch die regionale Identität und fördert die sanfte touristische Entwicklung der Gemeinden Bischofsheim, Sandberg, Schönau und Oberelsbach. Da der Weg ausschließlich bestehende Wanderwege nutzt, entstehen keine neuen versiegelten Flächen. Durch gezielte Besucherlenkung werden auch kleinere, bisher wenig frequentierte Orte in die touristische Wertschöpfung einbezogen und lokale Gastronomie sowie Beherbergungsbetriebe sichtbar gemacht.
Breites Partnernetzwerk
Von Beginn an waren zahlreiche lokale Akteure in Planung und Konzeption eingebunden. In der aktuellen Planungs- und Umsetzungsphase sind vor allem das Kloster Kreuzberg, der Naturpark Bayerische Rhön, die Rhönklub-Zweigvereine sowie der pastorale Raum und die Gemeinde- und Stadträte aller Allianzkommunen aktiv. Die Kreuzbergallianz fungiert als Projektträgerin und sorgt federführend für die Umsetzung.
Die Eröffnung des Pilgerwegs ist für 2027 geplant mit einer großen Auftaktveranstaltung für die gesamte Region. red