Ziel des Bayerischen Bibermanagements ist es, einen günstigen Erhaltungszustand des Bibers zu erhalten und schadensbedingte Konflikte möglichst zu verhindern oder zu minimieren, teilt Landtagsabgeordnete Anna Stolz (Freie Wähler) mit. Demnach sollen in Konfliktbereichen vier Säulen die Akzeptanz bei den Betroffenen verbessern. Die vier Säulen sind die Information der Betroffenen durch Kreisverwaltungsbehörden, Biberberater und Bibermanager, präventive und zum Teil förderfähige Maßnahmen und schließlich Ausgleichszahlungen.

Im Jahr 2019 entstand in Bayern rund 666 684 Euro anerkannter Schaden durch den Biber. Bei den zur Verfügung stehenden Mitteln in Höhe von 450 000 Euro kann laut Anna Stolz bayernweit eine Ausgleichsquote von etwa 67 Prozent erreicht werden, was einer bayernweiten Summe von rund 449 998 Euro entspricht. "Diese Ausgleichszahlungen sind elementar, um vor Ort für Akzeptanz zu sorgen", erklärt Anna Stolz, die auch Staatssekretärin im Bayerischen Staatsministerium für Unterricht und Kultus ist.

Ab dem 1. Januar 2021 stehen für die Schäden aus dem Jahr 2020 sogar 100 000 Euro mehr zur Verfügung, um Biberschäden auszugleichen. Tatsächlich

läge die Ausgleichsquote für die aktuellen Biberschäden aus dem Jahr 2019 bei Mitteln in Höhe von 550 000 Euro bei rund 82 Prozent (etwa 549 994 Euro).

Nach Unterfranken fließen insgesamt rund 19 971 Euro Schadensausgleich. Die anerkannte Schadenssumme für das Jahr 2019 lag bei rund 29 588 Euro. In den Landkreis Main-Spessart geht die höchste Summe (rund 3834 Euro), gefolgt vom Landkreis Haßberge (rund 3082 Euro) und dem Landkreis Schweinfurt (rund 2738 Euro).

In den Landkreis Bad Kissingen fließen 1600,56 Euro Schadensausgleich. Die anerkannte Schadenssumme lag hier im Jahr 2019 bei 2371,27 Euro. Zum Vergleich: Im Landkreis Rhön-Grabfeld werden lediglich 342,48 Euro ausgezahlt bei einer Schadenssumme (2019) von 507,40 Euro. red