Die Erleichterung war auch Oberbürgermeister Dominik Sauerteig (SPD) anzumerken: "Heute sind wir erstmals wieder unter Inzidenzwert 50. Gut sieben Wochen nach den Schwindel erregenden Zahlen um Weihnachten", postete er am Freitag auf Facebook. Die positive Entwicklung wirkt aber nicht nur auf des Oberbürgermeisters Gemüt, sie hat auch Auswirkungen für die Coburger: Am heutigen Samstag endet die Ausgangssperre. Zwar sind weder Theater noch Kneipen geöffnet, aber zumindest der Besuch bei Bekannten ist drin und darf auch bis nach 22 Uhr dauern. Einzige Einschränkung: Es darf sich immer nur eine Person mit einem weiteren Hausstand treffen.

Die Maskenpflicht in der Innenstadt gilt bereits seit Montag dieser Woche nicht mehr. Zu diesem Punkt gibt sich OB Sauerteig durchaus selbstkritisch: "Zugegeben, die Kommunikation diesbezüglich ging schief." Er verbindet dies mit dem Appell, weiterhin vorsichtig zu sein. Schließlich seien auch schon die hochinfektiösen Mutationen im Landkreis nachgewiesen worden. Deshalb wurden die 34 Schilder mit den Maskensymbolen in der Innenstadt auch nicht abgebaut. Der Schildertrupp des Coburger Entsorgungs- und Baubetriebs (CEB) entfernte am Freitagvormittag lediglich den Schriftzug "Maskenpflicht" mit Hilfe von Heißluftpistolen.

Unterricht startet am Montag

Ganz ist die Maskenpflicht ja auch nicht weg: In Geschäften und an Marktständen, in Bussen, Behörden, Arztpraxen sowie an Bushaltestellen und Parkplätzen sind weiterhin FFP2-Masken zu tragen. Wenn am Montag die Fahrschulen wieder öffnen, gilt dort ebenfalls Maskenpflicht.

Stadt und Landkreis haben sich zudem entschlossen, den Schulbetrieb ab Montag wieder aufzunehmen. Dies gilt, wie auch der Wegfall der Ausgangssperre, allerdings nur so lange, wie die Sieben-Tage-Inzidenzwerte in Stadt und Landkreis unter 100 liegen. (Hinweis: Welche Regelungen in Stadt und Landkreis gelten, finden Sie auf Seite 19 dieser Ausgabe; die Fahrtzeiten der Schulbusse in Coburg finden Sie in der Spalte links.) Die konkreten Informationen zum Unterrichtsstart erhalten Eltern direkt über ihre Schule.

Wie die Stadt weiter mitteilt, bleiben die Notbetreuungen für Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 1 bis 6 bestehen. Über die Aufnahme entscheiden die jeweiligen Leitungen. Auch Kitas, Mittagsbetreuungen und offene Ganztagsangebote können laut Stadt wieder genutzt werden. Die jeweiligen Träger haben ein Schutz- und Hygienekonzept auszuarbeiten. Auch Fahrschulen dürfen wieder starten, mit unterschiedlichen Maskenpflichten für Lehrer und Schüler.

Lehrer müssen im theoretischen Unterricht, bei Nachschulungen, Eignungsseminaren sowie theoretische Fahrprüfungen eine medizinischen Gesichtsmaske tragen. Fahrschüler müssen FFP2-Masken aufsetzen. Im praktischen Unterricht und bei der praktischen Prüfung müssen Schüler, Lehrer, Prüfer und alle weiteren Personen im Fahrzeug FFP2-Masken tragen. sb/cw