"Das ist kein Spielzeug für die Feuerwehr, sondern ein wichtiges Fahrzeug für die Hilfeleistung zum Wohle der Bürger. Wir brauchen nämlich unsere Feuerwehren mehr denn je, auch im Hinblick auf die zunehmenden Wetterkapriolen." Dies betonte der Bürgermeister Michael Ziegler (CSU) bei der Festveranstaltung zur offiziellen Fahrzeugweihe und Übergabe des neuen Autos an die Dippacher Feuerwehr.

Waren die Temperaturen in den letzten Tagen auf fast 40 Grad gestiegen, so setzte direkt zur Fahrzeugweihe kurz der Regen ein, der vielleicht darauf hinweisen sollte, dass das Wasser für die Feuerwehr unentbehrlich sei. Deswegen nahm die Festversammlung im Eltmanner Stadtteil den Regen mit Gelassenheit hin und Pfarrer Bernhard Öchsner segnete das neue Fahrzeug mit Weihwasser. Dabei nannte er es auch einen großen Segen, dass die Feuerwehrleute immer wieder bereit seien, sich für andere einzusetzen und dazu gehöre das entsprechende technische Gerät.

Feuerwehrleute, so Pfarrer Öchsner, seien ein leuchtendes Beispiel für die Nächstenliebe. Das Eigentum der Menschen sei auf vielerlei Weise bedroht und "dabei habt ihr eine Schutzfunktion, seid sofort zur Stelle und handelt. Ja, ihr springt Menschen sofort bei und riskiert sogar eigenen Schaden. Deswegen empfindet Jesus große Sympathie für euch."

Bürgermeister Michael Ziegler dankte den Dippacher Feuerwehrleuten für ihren großen Einsatz schon bei der Vorplanung zum Kauf des Tragkraftspitzenfahrzeuges. Nun könne man endlich das neue Fahrzeug übergeben, das mit Ausstattung auf fast 100 000 Euro komme. Es ersetze das Fahrzeug aus dem Jahre 1978, für das manche Ersatzteile nicht mehr zu bekommen seien und deswegen ausgemustert werden müsse.

Kreisbrandrat Ralf Dressel bezeichnete das neue Tragkraftspritzenfahrzeug als Basisfahrzeug, das sehr wichtig für die Grundaufgaben der Feuerwehren sei. Er freute sich, dass in den Jahren 2018 und 2019 die Stadt Eltmann zwei neue Tragkraftspritzenfahrzeuge für die Feuerwehren Lembach und Dippach angeschafft habe - und dies in einer interkommunalen Zusammenarbeit mit der Nachbargemeinde Oberaurach für die beiden Wehren Trossenfurt-Tretzendorf und Dankenfeld.

Für den Ernstfall gerüstet

"Mit dieser Ersatzbeschaffung wurden für die Feuerwehrleute in Dippach Voraussetzungen geschaffen, um weiterhin im Ernstfall schnelle Hilfe leisten zu können. Für die Feuerwehren ist es in der heutigen Zeit sehr wichtig, mobil zu sein und auf eine funktionsfähige und moderne Technik zurückgreifen zu können", sagte Dressel. Dies sei notwendig, um die Herausforderungen zu bewältigen, zumal die Aufgaben nicht weniger würden und die Erwartungshaltung der Bevölkerung an die Feuerwehr immer größer werde.

Mit sichtbarem Stolz nahmen Kommandant Stephan Klarmann und sein Stellvertreter Uwe Voll das neue Fahrzeug "Florian Dippach 44/1" dann mit Übergabe der Schlüssel in den Besitz. Bürgermeister Michael Ziegler betonte, dass die Stadt auch ihre Stadtteile mit modernem Gerät ausrüste, denn ohne die Feuerwehren aus den Stadtteilen wäre der Auftrag zur Hilfe und Rettung gar nicht zu erfüllen.

Der kleine Stadtteil Dippach hat eine starke Truppe von 48 aktiven Helfern, darunter auch zehn bis zwölf Frauen, die ebenfalls ausgebildet sind zum Notfalleinsatz. Dies könnte vielleicht gerade während des Tages notwendig sein, wenn viele Männer ihrer Arbeit in anderen Orten und Städten nachgehen.

Die Feuerwehr Dippach hat inzwischen auch eine führende Funktion im Stadtgebiet beim "Insekteneinsatz". Sie hat ausgebildete Kräfte, die bei Problemen mit Wespen und Hornissen fachgerechte Hilfe leisten.

Dass die Feuerwehr Dippach auch gute Kontakte nach außen pflegt, bewiesen an diesem Tag zahlreiche Feuerwehren, welche mit ihren Fahrzeugen nach Dippach gekommen waren, gratulierten und mitfeierten. Es waren die Wehren aus den Stadtteilen, aber auch aus Wasmuthhausen, Unterhaid, Erlau, Kirchaich, Dankenfeld und Trossenfurt sowie das THW aus Haßfurt. Die "Fidelen Weisbrunner" umrahmten das Fest.