Auch Novotny will auf Chefsessel

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Der SPD-Bürgermeisterkandidat Frank Novotny Foto: Dieter Radziej
Der SPD-Bürgermeisterkandidat Frank Novotny Foto: Dieter Radziej

Bei einer Versammlung der SPD wurde der Kreis- und Gemeinderat Frank Novotny offiziell als der dritte Bewerber um das Bürgermeisteramt in der Gemeinde Altenkunstadt nominiert. Bei seiner Antrittsrede erläuterte er seine Ziele.

"Aller guten Dinge sind drei" - dies scheint zumindest für die Bürgermeisterwahl in der Gemeinde Altenkunstadt zuzutreffen. Denn bei einer Wahlveranstaltung in der Gastwirtschaft "Zum Preußla" schickte die SPD jetzt Frank Novotny in das Rennen um das Bürgermeisteramt.

Über das erfreuliche Interesse an dieser Nominierungsversammlung seitens der Mitglieder, aber auch aus dem gesamten Kreisgebiet zeigte sich der Vorsitzende der SPD-Ortsvereins Altenkunstadt, Karlheinz Hofmann, positiv überrascht. Er stellte mit Blick auf die SPD-Gemeinderatsliste heraus, dass es gelungen sei, "eine gute Truppe mit vielen jungen Kandidaten" zusammenzustellen.

"Immer die Finanzen im Blick"

Gleichermaßen erfreut zeigte sich Hofmann darüber, dass mit Frank Novotny ein guter Kandidat gefunden worden sei, der sowohl im Kreistag als auch im Gemeinderat ein wichtiger Mann sei und aus seiner beruflichen Erfahrung heraus bei der Ausübung seiner Ämter ganz besonders immer die Finanzen im Blickfeld habe.

Die SPD, kündigte Hofmann an, werde weiterhin ihre ganz Kraft und sich als Ideengeber zum Wohle der gesamten Gemeinde einbringen, wobei er beispielhaft das Haus der Kinder, die ärztliche Versorgung und das Schulwesen ansprach.

Für die Nominierung des SPD-Bürgermeisterkandidaten von Altenkunstadt wurde Frank Novotny offiziell vorgeschlagen und anschließend auch einstimmig von den Mitgliedern gewählt. Bei seiner Antrittsrede verdeutlichte Novotny, dass er sich über diese Wahl und das Ergebnis riesig freue. Er stellte sich dann kurz persönlich vor, wobei er seinen beruflichen Werdegang als Bankkaufmann und derzeit Mitarbeiter eines Tochterunternehmens einer österreichischen Großbank in Deutschland skizzierte.

Transparenz versprochen

Auch in seiner Familie habe er in gewisser Weise eine politische Prägung erhalten, denn schon sein Großvater habe dem Gemeinderat von Altenkunstadt angehört. Als er sich erstmals selbst für den Gemeinderat zur Wahl gestellt hatte, sei es erfreulich gewesen, dass es auf Anhieb klappte. Und auch bei der letzten Kreistagswahl habe er als Kreisrat, derzeit zusätzlich noch als SPD-Fraktionsvorsitzender, das Vertrauen erhalten.

Für die Ausübung des Bürgermeisteramtes in Altenkunstadt versprach er, so er denn gewählt werde, eine offene und ehrliche Kommunikation mit allen Bürgern. Denn diese hätten ein Anrecht darauf, stets umfassend, auch schon bevor die eine oder andere Entscheidung gefallen ist, informiert zu werden. Auf die Einwohnerschaft zuzugehen sei ihm immer wichtig, wobei er auf Möglichkeiten wie Ortsbegehungen hinwies. Regelmäßig sollte zudem der Kontakt mit den Wirtschaftsunternehmen und der Handwerkerschaft gehalten werden, denn dadurch könnten deren Signale aufgenommen und erkannt werden, wohin letztlich "die Reise geht".

Auch das Lehrschwimmbecken gelte es umzusetzen. Und wenn Beschlüsse zur Entscheidung anstehen, dann müssten den Gemeinderatsmitgliedern nicht irgendwelche "eigenartigen", sondern die ganz konkreten Zahlen vorgelegt werden. Die Einwohnerschaft gelte es zudem darüber zu informieren, dass die Gemeinde Altenkunstadt auch Folgekosten eines Lehrschwimmbeckens zu tragen habe. Vielleicht wäre es sogar sinnvoll, sagte Novotny, mit einem sogenannten Strategieplan die künftig Ziele zu setzen und festzulegen, was, wann und wo in der Gemeinde Altenkunstadt kommen soll.

Erfreut zeigte sich Gemeinde- und Kreisrat Novotny, dass es gelungen sei, ein junges Team zusammenzustellen, in dem sich alle dafür einsetzen möchten, dass ihr Heimatort ein liebenswertes Altenkunstadt bleibt.

Bei der allgemeinen Aussprache ergriff Ehrenbürger Otto Schuhmann das Wort und bezeichnete Frank Novotny aufgrund seines Engagements als einen Mann, der die entsprechenden Erfahrungen mitbringe und dessen Arbeit sowohl im Kreistag als auch im Gemeinderat anerkannt werde. Schuhmann leitete anschließend zu seinem besonderen Anliegen, dem Lehrschwimmbecken, über, wobei er verdeutlichte, dass der "Dreiklang" am Obermain - gemeint waren damit Altenkunstadt, Burgkunstadt und Weismain - auch aufgrund ihres vielfältigen Schulwesens eine derartige Einrichtung ganz einfach benötige. Nur sollte auch erkannt werden: Je länger man eine derartige Entscheidung vor sich herschiebt, umso teurer werde am Ende das Lehrschwimmbecken. Er befand es auch für gut, dass die Grundschule in der Ortsmitte saniert werde und damit erhalten bleibe. Viele Vereine hätten hier weiterhin eine Heimstatt; letztlich gestalteten sie das Gemeindeleben maßgeblich mit. Auf die vergangenen Wochen eingehend, sagte der SPD-Ehrenkreisvorsitzende Otto Schuhmann, dass sich die SPD als eine recht lebendige Partei erwiesen habe.

Ehrlichkeit angemahnt

Der SPD-Kreisvorsitzende Sebastian Müller sah den Ortsverein Altenkunstadt ebenfalls gut aufgestellt. Er könne damit deutlich machen, was und wohin er gehen will. Ehrlichkeit und Vertrauen erachtete Müller als sehr wichtig und wies darauf hin, dass Landrat Christian Meißner, der auf der CSU-Kreistagliste kandidiere, gar nicht Kreisrat werden könne, "sonst müsste er ja sein Amt als Landrat zurückgeben". Dies sollte der Bevölkerung auch gesagt werden.

Bei der Plakatierung, die ihm in Altenkunstadt aufgefallen sei, erinnerte Müller daran, dass es sehr wohl Festlegungen gebe, wann, wo und in welchem Zeitraum vor der Wahl die Parteien und Wählergruppierungen ihre Plakate aufhängen dürfen. Dies sollte jeder im Rathaus wissen.

Zum Schluss kündigte SPD-Bürgermeisterkandidat Frank Novotny einen fairen Wahlkampf an und freute sich darauf, dass alle erfahrenen Mitglieder und auch junge Leute dabei ihre Ideen mit einbringen möchten. dr