Die Zahl der Menschen ohne Beschäftigung ist im Landkreis Kulmbach im November leicht zurückgegangen. Die Arbeitslosenquote (2,9 Prozent) sank wieder unter die Drei-Prozent-Marke.

Insgesamt meldeten sich weniger Menschen nach einer Beschäftigung arbeitslos, die witterungsbedingte Komponente bleibt aber kennzeichnend. Darüber hinaus erfolgten bereits Meldungen von Saisonkräften für die Zeit ab Dezember und Januar, überwiegend aus dem Garten- und Landschaftsbau, dem Baugewerbe und der Tourismusbranche.

Eine nicht unerhebliche Anzahl von Arbeitslosmeldungen erfolgte nach Ausschöpfen des Krankengeldbezugs, weil die Arbeitnehmer ihre frühere Tätigkeit aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausüben können. Meist kommen diese Personen aus der Pflege und anderen physisch und psychisch stark beanspruchenden Berufen und haben diese Tätigkeiten jahrzehntelang ausgeübt.

Nachfrage steigt kräftig

Mit 244 neu gemeldeten Stellen legte die Nachfrage nach Arbeitskräften im November nochmals kräftig zu. Es besteht ein verstärkter Bedarf an Maschinen- und Anlagenführern, Fachlageristen und Lagerhelfern, der fast ausschließlich von Industriebetrieben kommt. Weiterhin gesucht sind medizinische Fachkräfte, Pflegefachleute und soziales Fachpersonal. Auch Bürofachkräfte mit Kenntnissen im Transportgewerbe haben einen aufnahmefähigen lokalen Arbeitsmarkt. Große Nachfrage besteht außerdem an Reinigungskräften.

Die Kraftfahrzeugbranche benötigt Kfz-Mechatroniker, Fahrzeugpfleger und Reifenmonteure.

Gesucht sind auch Kräfte für das Hotel- und Gaststättengewerbe, sowohl Fach- als auch Hilfskräfte - oftmals allerdings in Teilzeit, für geteilte Dienste und auf Minijob-Basis.

Insgesamt stehen damit im Kreis Kulmbach 1315 offene Stellen zur Verfügung, 360 mehr als im November 2020. red