Die Corona-Pandemie hat auch dem Ortsverband Kulmbach der Arbeiterwohlfahrt (Awo) zu schaffen gemacht. Die Zahl der Mitglieder ging zurück. Waren es am Ende des Jahres 2019 noch 812 Mitglieder, so ist diese Zahl zu Beginn dieses Jahres auf 754 gesunken.

Wie Ortsvorsitzender Hartmut Rochholz erklärte, halten sich die Aus- und Eintritte fast die Waage; der Mitgliederschwund ist hauptsächlich auf die Sterbefälle zurückzuführen. Während es laut Rochholz früher üblich war, dass jemand der Awo beigetreten ist, um die Sache und die Bewegung zu unterstützen, werde jetzt oft nur ein Mitgliederantrag unterschrieben, wenn ein Krippen- oder Kindergartenplatz benötigt wird. Der Vorsitzende wurde deutlich: "Wird das Kind dann eingeschult, kündigt man und erinnert sich erst wieder an die Awo, wenn Eltern ins Heim müssen."

Zum Glück gibt es aber im Ortsverein Kulmbach noch solche Mitglieder, die über viele Jahre die Treue halten und bei der Jahresversammlung im "Siedlerglück" des Heiner-Stenglein-Senioren- und -Pflegeheims für ihre langjährige Mitgliedschaft durch Awo-Kreisvorsitzende Inge Aures und Ortsvorsitzenden Hartmut Rochholz ausgezeichnet wurden.

Neben den Ehrungen gab es einen Rückblick. Während der Jahresablauf 2019 noch normal ablief, mussten mit Beginn der Corona-Pandemie im März 2020 neben der geplanten Hauptversammlung auch alle anderen Aktivitäten eingestellt werden. Dazu gehörten auch die Treffen der Altenclubs und der Gymnastikgruppen.

Vorsitzender Hartmut Rochholz bedauerte, dass sich der Altenclub Höferänger unter der Leitung von Hannelore Ulbrich aufgelöst hat. Dafür sei der "Herzclub" mit Rita Reuschlein, der sich jeden zweiten Donnerstag trifft, gut besucht.

Die Awo-Kreisvorsitzende Inge Aures erinnerte in ihrem Grußwort an ihren Vorgänger im Amt, Karl Herold, dessen Geburtstag sich in diesen Tagen zum 100. Mal jährte. Zum 75-jährigen Bestehen der AWO in Kulmbach war nach ihren Angaben eigentlich eine große Feier angedacht, die aber aufgrund der Pandemie-Lage nicht stattfinden konnte. Die Kreisvorsitzende zeigte die Entwicklung der Arbeiterwohlfahrt im Landkreis Kulmbach auf. Die Awo hat im Landkreis derzeit rund 2000 Mitglieder; in ihren Einrichtungen sind knapp 800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. rei.