Das Jahr 2018 bleibt mit seinem überdurchschnittlich warmen und langen Sommer in Erinnerung. Eigentlich ein perfektes Jahr für genüssliche Ausfahrten mit dem Motorrad, das auch genutzt wurde. Leider entpuppten sich manche Trips als ein lebensgefährliches Vergnügen. Die kürzlich veröffentlichte Unfallstatistik der Bayerischen Polizei meldet für 2018 einen Anstieg um fast zwei Prozent bei Motorradunfällen in Oberfranken. Umso wichtiger ist es den Veranstaltern der Kulmbacher Motorradsternfahrt, auf die Gefahrenquellen im Straßenverkehr aufmerksam zu machen und die Verkehrsteilnehmer zu sensibilisieren.

Rund zwei Prozent bedeutet in harten Zahlen 799 Motorradunfälle in Oberfranken. Davon erlagen sieben Motorradfahrer (2017: 8) und drei Mofa-, beziehungsweise Mopedfahrer (2017: 6) ihren schweren Unfallverletzungen. 710 motorisierte Zweiradfahrer, und somit 3,2 Prozent mehr, erlitten bei den Verkehrsunfällen auf oberfränkischen Straßen Verletzungen.

"Auffällig ist, dass zwei Drittel der oberfränkischen Unfälle von den Bikern selbst verursacht werden", sagt Alexander Czech, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Oberfranken. "Unser Ziel ist es, dass sich die Biker besonders nach dem Winter wieder ausreichend Zeit nehmen, um sich ,warm zu fahren'. Viele überschätzten ihre fahrerischen Fertigkeiten zum Start in die neue Motorradsaison und verursachen folglich, insbesondere während der Frühlingsmonate, Verkehrsunfälle. Die Hauptunfallursache für schwere und tödliche Verkehrsunfälle ist zu schnelles Fahren", führt Czech weiter aus.

Deswegen zählt das jährlich stattfindende Kulmbacher Biker-Event zu einem festen Baustein des Verkehrssicherheitsprogramms 2020 "Bayern mobil - sicher ans Ziel", welches vom Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration ins Leben gerufen wurde. Am Samstag und Sonntag, 27. und 28. April, ist es wieder so weit und Kulmbach fest in Biker-Hand. red