"Wir haben zwar fast jedes Jahr ein Jubiläum, aber heute feiern wir unsere erste Rentnerparty", verkündete Kindergartenleiterin Beate Ott zu Beginn der Abschiedsfeier von Regina Stumpf. Die geht zum 1. August in den Ruhestand. Seit 1977 hat sie sich – wie viele es waren, weiß sie nicht mehr – um die Kleinen in der katholischen Kindertagesstätte St. Michael gekümmert. Zunächst als Leiterin, nach ihrer Babypause dann als normale Betreuerin. "Ich welcher Funktion war mir aber immer egal", betonte die künftige Rentnerin bei ihrer Abschiedsfeier. Dekan Hans Roppelt stellte in seiner Dankesrede fest: "Was sie tut, dafür brennt sie."

In Ruhestand steckt "Stand"

Ob sie jetzt auch für ihren Ruhestand brennen kann, bezweifelte Regina Stumpf. "Daran muss ich mich erst gewöhnen; komisch ist es erstmal schon, nicht mehr regelmäßig im Kindergarten zu sein." Das Wort Ruhestand möge sie jedenfallsschon mal nicht: "Da steckt ,Stand‘ drin, und das ist sicher nichts für mich." Also lege sie erst mal ihr künftiges Leben in Gottes Hände: "Mal schauen, was er für mich hat. Bisher hatte ich aber immer gute Erfahrungen mit seinen Plänen für mich."

Feste Bindung zur Kirche bleibt

Dass sie ihre bisherige Wirkungsstätte gelegentlich besuchen wird, beteuerte sie ihren Kolleginnen und den Elternvertretern.

In jedem Fall werde sie zudem weiterhin ihre Bindung zur katholischen Kirche aufrechterhalten, betonte Stumpf.

Sie bestand zudem darauf, dass neben Bürgermeister Roland Wolfrum und ihrer Chefin Beate Ott auch alle Vertreter der Kirchengemeinde von Sankt Michael mit ihr auf dem Abschiedsfoto posieren müssen. Klaus Klaschka