Derzeit läuft das Abfischen von Karpfenteichen auf Hochtouren. Der Bezirk Oberfranken informiert über die Vorgehensweise in der Teichwirtschaft während der aktuellen Corona-Situation.

"Oberstes Ziel ist - wie bereits im Frühjahr - für einen Schutz der Bevölkerung zu sorgen und die Ansteckungsgefahr so gering wie möglich zu halten", appelliert Bezirkstagspräsident Henry Schramm.

"Jedes Jahr im September beginnt die Karpfensaison und bringt umfangreiche Arbeiten an den Teichen mit sich, wie Abfischen, Sortieren, Umsetzen in die Winterungen und die Abgabe beziehungsweise Verwertung der Speisefische. Es wächst die Unsicherheit, wie Abfischungen unter den geforderten Vorgaben richtigerweise durchzuführen sind", erläutert Thomas Speierl, Leiter der Fachberatung für Fischerei des Bezirks Oberfrankens. Zum Schutz der Gesundheit der Menschen sind vor dem Hintergrund der Corona-Krise die vom Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege aktuell verfügten Bestimmungen und dabei die allgemeingültigen Hygienemaßnahmen stets zu berücksichtigen.

Demnach sollte das Abfischen wie folgt durchgeführt werden: Es wird empfohlen, mit so wenig Personen wie möglich zu arbeiten. Die Helfer sollten möglichst aus einer häuslichen Gemeinschaft stammen. In jedem Fall ist der Helferkreis auf ein Minimum zu beschränken. Wo immer möglich ist der Abstand von 1,5 Metern einzuhalten, andernfalls sind Gesichtsmasken zu tragen. Nicht am Abfischen beteiligte Personen sind aufzufordern, den notwendigen Mindestabstand einzuhalten beziehungsweise bei beengten Verhältnissen dem Arbeitsbereich fernzubleiben.

Auch beim Fischverkauf gibt es einiges zu beachten: Es sollten die Kunden nach Möglichkeit zeitlich getrennt bedient werden. Die Kunden sollten nach Möglichkeit am Teich beziehungsweise an den Hälterungsanlagen in den Fahrzeugen sitzen bleiben. Ist der Mindestabstand von 1,5 Metern zu anderen Personen nicht einzuhalten, sind Gesichtsmasken zu tragen. Bei Kundenkontakt zwischen Kunden und Verkäufer besteht Maskenpflicht. Nach Möglichkeit ist auch ein bargeldloser Zahlungsverkehr anzustreben. Sollten Barzahlungen notwendig sein, ist direkter menschlicher Kontakt nach Möglichkeit zu vermeiden.

Bei Behörden nachfragen

Aufgrund der aktuellen Verschärfung der Krise ist gegebenenfalls bei der zuständigen Kreisverwaltungsbehörde nachzufragen, ob weitere Auflagen gefordert sind beziehungsweise eine Ausnahmegenehmigung erforderlich ist.

"Wir bitten alle Teichwirte, darauf zu achten, dass diese Regeln eingehalten werden. Ich bin zuversichtlich, dass wir auch diese Zeit gut meistern werden, wie es uns bereits im Frühjahr gelungen ist", schließt Bezirkstagspräsident Henry Schramm. red