Eine lebendige Stadt braucht lebendige Vereine. Herzogenaurach mit seinen knapp 25 000 Einwohnern kann das durchaus vorweisen: Rund 160 Vereine sind in der größten Stadt des Landkreises angemeldet. Dazu zählt auch der Heimatverein, der selbst etwa 750 Mitglieder hat und zu einem der größten Heimatvereine in ganz Nordbayern zählt.

Das ist auch das Verdienst eines Mannes, der seit fast vier Jahrzehnten die Geschicke des 116-jährigen Vereins lenkt: Klaus-Peter Gäbelein. Heute Abend will der inzwischen 76-Jährige das wahrmachen, womit er seit Jahren schon scherzhaft "drohte". Bei der Neuwahl zur Jahreshauptversammlung in der Brauerei Heller will er den Vorsitz in jüngere Hände abgeben.

Die Nachfolge sei geregelt, sagte er gegenüber dem FT. Alles Weitere wird nach den Wahlen verraten. Besonders freut sich der langjährige Heimatvereins-Chef, dass Altbürgermeister Hans die Wahlleitung übernimmt.

Unter Gäbeleins Leitung hat sich der Heimatverein zu einer festen Größe in der Stadt entwickelt. Beliebt sind nicht nur seine ebenso informativen wie humorigen Vorträge und die vielen geselligen Veranstaltungen, bei denen regelmäßig namhafte Akteure auftreten. Gäbelein ist auch einer der Vorreiter der Herzogenauracher Stadtführer und seine Exkursionen sind seit Jahren gefragt. Davon will er sich freilich nicht zurückziehen, ebenso wenig wie aus dem Verein selbst, der ihm ans Herz gewachsen ist. Und auch den "Oäsch", die Mundartserie im FT, steuert er weiterhin bei (Heute allerdings gilt der Beitrag ihm, siehe unten).

Nach 38 Jahren zieht sich Gäbelein aus der ersten Reihe nun zurück. Er ist einer von zwei Vorsitzenden in der großen Herzogenauracher Vereinslandschaft, die so lange im Amt sind. Nur der Imker Klaus Becker macht es genauso lang. bp, mb