Nach zehnjähriger Betriebszeit war in der Kläranlage des Abwasserzweckverbands Pommersfelden-Frensdorf einiges verschlissen und musste saniert werden. Vor allem die Belüfterplatten hatten mit den Jahren stark gelitten und mussten ausgetauscht werden.
Ursprünglich sei geplant gewesen, die Belüftergitter, die unter Wasser an die Luftleitung angeflanscht waren, mithilfe von Tauchern aus- und wieder einzubauen, erklärte in der Sitzung des Zweckverbands dessen Vorsitzender Bürgermeister Hans Beck.
Um das Eindringen von Wasser und Schlamm in die Belüftungsgitter und -platten zu verhindern, wären Gummis notwendig gewesen, die jedoch nicht lieferbar waren. Daher habe man sich dazu entschlossen, die Luftleitung umzubauen und die Abgänge der Belüftungsgitter oberhalb des Wasserspiegels anzubringen, erläuterte Beck.
Dies habe den Vorteil, dass sich die Arbeiten beim nächsten Austausch wesentlich einfacher gestalten. Im vergangenen August sei bei einem Tauchgang ein Belüftergitter ausgebaut worden.
"Dabei wurde festgestellt, dass sich auf den Gittern viel Rechengut, Sand und Zöpfe angesammelt hatten." Ohne Reinigung der Becken wäre ein Wiedereinbau der Belüftung nicht möglich gewesen. Von Ende September bis Anfang Oktober wurden daher mit einem Vacu-Press-Fahrzeug und Tauchern Reinigungsarbeiten durchgeführt. Im Zuge dieser Arbeiten wurden an den Becken Ausspülungen festgestellt, die mit Unterwasserbeton verfüllt wurden.
Inzwischen sind die meisten Maßnahmen durchgeführt. Die Kosten für das "Gesamtpaket" zur Ertüchtigung der Kläranlage bezifferte Geschäftsleiter Fedor Glinka auf rund 220 000 Euro. Darin enthalten ist neben der Belüftungseinrichtung der Neubau einer stationären Klärschlammpresse samt Einhausung.
In der Schneckenpresse werde der ankommende Schlamm gepresst und das Wasser wieder der Anlage zugeführt. Am Ende müsse eine viel geringere Masse entsorgt werden. "Die Anlage läuft sehr gut und die Abwasserwerte passen", erklärte Bürgermeister Beck. Das sei im Hinblick auf die Abwasserabgabe von Bedeutung. Nach der Sanierung zeigt die Anlage nach Becks Worten mit kleinen Luftbläschen und sauberem Wasser ein völlig neues Bild. Im nächsten Jahr müsse noch der Vorplatz fertiggestellt werden. Der Zweckverband plant, auf dem Dach des Gebäudes eine Photovoltaikanlage zu installieren.