Wenn viele Menschen etwas wollen, dann überwinden sie auch die Zeit. Ein Beweis, dass am Ende doch alles gut werden kann, zeigte sich jetzt in Unterrodach. Hier wurde nach 19 Jahren ein neuer Brunnen ...
Wenn viele Menschen etwas wollen, dann überwinden sie auch die Zeit. Ein Beweis, dass am Ende doch alles gut werden kann, zeigte sich jetzt in Unterrodach. Hier wurde nach 19 Jahren ein neuer Brunnen vor dem Bürgerhaus eingeweiht. "Schon im Jahr 2000 wurde der Erlös (mehr als 10 000 DM) aus dem Weihnachtsmarkt dafür bereitgestellt. Der Gartenbauverein hatte schon damals den Wunsch geäußert, einen Dorfbrunnen im Ortszentrum zu errichten."
Warum man diesen Plan nicht gleich in die Tat umgesetzt habe und das Geld 19 Jahre lang schlummerte, erklärt Bürgermeister Norbert Gräbner: "Schon damals war klar, dass es keinen Sinn machen würde, den Brunnen einfach hinzusetzen, ohne das Umfeld zu gestalten. Eigentlich sollte er ja auf der Grünfläche am Kirchplatz errichtet werden. Dann hat man sich geeinigt, erst ein baureifes Konzept zur Neugestaltung aufzustellen."
Geschlossener Wasserkreislauf
Melanie Hohner, die Vorsitzende des Obst- und Gartenbauvereins sei dann 2018 auf die Gemeinde zugekommen und habe die Sache erneut ins Rollen gebracht. Dabei habe sie auch die Bereitschaft signalisiert, dass sich der Verein an den Kosten mit bis zu 5000 Euro beteiligen würde. So sei man von einem Gesamtbudget von 10 000 Euro ausgegangen.
Und die wurden investiert in einen Brunnen, der mit einer Pumpe betrieben wird. Ein geschlossener Wasserkreislauf soll dafür sorgen, dass kein unnötiges Trinkwasser verschwendet wird. Neu gestaltet wurde auch das "Drumherum". "Es sollte ja ein schönes Gesamtbild ergeben," so der Bürgermeister. Neue Anschlagtafeln, ein Rollatorparkplatz und ein schönes, florales Umfeld sollen künftig Besucher anlocken. Zudem ist der gesamte Platz nun barrierefrei zugänglich.
Die Segnung des Platzes übernahm Pfarrer Andreas Krauter. "Manches wächst eben 19 Jahre lang, das ist das Geheimnis der Natur", sagte er. Er verwies auf die Symbolik des Brunnens, der schon in der Bibel vielfach Erwähnung fände. Anschließend sprach er noch vom "Wasser des Lebens" und dass es immer wertvoller werde. "Es belebt alles und Jesus belebt uns von innen, damit die Seele aufblühen kann. Ich wünsche diesem Ort der Begegnung vor allem auch gute Gespräche." Hohner verwies auf die Bauweise des Brunnens und darauf, dass er in europäischer Handarbeit entstanden sei: "Er ist ein schöner Kompromiss zwischen einem Großprojekt und diesem Ensemble, das jetzt entstanden ist." ml