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Veranstalter sagt Public Viewing zur WM ab - Anwohner drohen mit Klage


Autor: Strahinja Bućan

Fürth, Sonntag, 07. Juni 2026

Mit einer Änderung der Vorgaben zur Nachtruhe durch die Bundesregierung schien es keine Probleme zu geben - dennoch muss das Public Viewing zur WM in Fürth abgesagt werden. Die Veranstalter befürchteten eine Klagewelle.
Veranstalter sagt Public Viewing zur WM ab - Anwohner drohen mit Klage


Eine bittere Nachricht für viele Fußballfans in Fürth: Auf der Fürther Freiheit - einem zentralen Platz in der Kleeblattstadt - wird es diesmal kein Public Viewing wichtiger WM-Spiele geben. Das teilte die Comödie Fürth als Veranstalter Ende vergangener Woche mit. "Wir sind sehr enttäuscht", erklärt dazu Organisator Marcel Gasde in einem Facebook-Post der Comödie.

Geplant war die kostenlose Übertragung aller Deutschland-Spiele ab dem Achtelfinale - konkret ginge es demnach maximal um vier Begegnungen. Durch die Zeitverschiebung dürften die Spiele bei der WM in Kanada, Mexiko und den USA zar jeweils bis spät in die Nacht gehen. Eigens dazu hatte die Bundesregierung jedoch die Vorgaben zur Nachtruhe und Lärmschutz angepasst. 

Kein Public Viewing zur WM in Fürth - Veranstalter befürchtet Klagen von Anwohnern

Laut den Veranstaltern haben sich "einige wenige Anwohner" des Platzes nicht davon beeindrucken lassen - und bereits im Vorfeld mit Klagen gegen die Events gedroht. Aus diesem Grund habe man sich nach Rücksprache mit den Ordnungsbehörden der Stadt Fürth entschieden, auf das Public Viewing samt Bewirtung in einem WM-Biergarten abzusagen. Auf einen möglichen Rechtsstreit können und wollen wir uns aber nicht einlassen, betont Gasde. Es sei nämlich möglich, das Verwaltungsgerichte in Einzelfällen bestimmte Veranstaltungen unterbinden können.

Nicht nur für die Fans ist das ärgerlich, sondern auch für die Veranstalter. "Wir haben bereits alle Vorbereitungen getroffen und Vereinbarungen mit unseren Partnern wie Technik, Sicherheit und Gastronomie geschlossen", so Gasde auf Facebook. "Diese müssen nun leider rückabgewickelt werden."  

In den vergangenen Jahren sei das Public Viewing von den Fürthern stets sehr gut angenommen worden, wie die Veranstalter betonen. Es habe auch keinerlei Zwischenfälle gegeben.