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Stadt Fürth kontert Vorwürfe nach Schneechaos - "verstehen den Unmut"


Autor: Manuel Dietz

Fürth, Freitag, 30. Januar 2026

Starke Schneefälle hatten Franken Anfang der Woche fest im Griff. Die Stadt Fürth wehrt sich nun gegen heftige Kritik aus der Bevölkerung.
Auch in Fürth sorgte das Wetter der vergangenen Tage für schneebedeckte Straßen. In der Folge übten offenkundig etliche Bürger Kritik an Räumdiensten und der Müllabfuhr.


Zum Wochenstart hatten weite Teile Frankens mit heftigen Schneefällen zu kämpfen. Vielerorts sorgten die Schneemassen für Unfälle und Chaos auf den Straßen. In Bamberg musste der Busverkehr zeitweise komplett eingestellt werden. Auch die Schulen blieben in vielen Regionen geschlossen. Kinder und Familien verbrachten den freien Wintertag mit Rodeln, Schneemannbauen oder Schneeballschlachten. 

In manchen fränkischen Innenstädten sorgten die Schneemassen derweil für skurrile Szenen. So wurde die Kaiserburg in Nürnberg kurzerhand zur Skipiste umfunktioniert. Doch nicht überall begegnete man den besonderen Umständen mit Humor. In Fürth haben die Auswirkungen des Wintereinbruchs bei einigen für reichlich Unmut gesorgt. Wie die Stadt Fürth am Mittwoch (28. Januar 2026) über die sozialen Medien mitteilte, war es aufgrund von nicht geräumten Wegen und nicht geleerten Abfalltonnen seit Beginn der Woche zu "zahlreichen Beschwerden" gekommen. Deshalb wolle man nun über die Zuständigkeiten aufklären.

Stadt Fürth reagiert auf Beschwerden zu Räumdienst und Müllabfuhr - "arbeiten an Belastungsgrenze"

"Wir verstehen den Unmut über nicht geräumte Gehwege oder nicht geleerte Tonnen", erklärt die Stadt Fürth in ihrem Statement im Netz. "Für viele der Beschwerden sind wir aber tatsächlich nicht der richtige Adressat", heißt es weiter. Nach Angaben der Stadt sei Schneeschippen nämlich größtenteils Anliegerpflicht. Die Räum- und Streupflicht gelte beispielsweise auch für Bushaltestellen, die vor dem eigenen Anwesen stehen oder für Firmen. Was die Zuständigkeiten der Stadt betreffe, so sei der Winterdienst grundsätzlich in Prioritäten eingeteilt. Demnach haben Bus- und Hauptverkehrsstraßen Vorrang vor allen anderen Straßen.

Bereits seit Sonntagabend (25. Januar 2026) seien rund 110 Mitarbeiter in mehreren Schichten rund um die Uhr im Einsatz gewesen, um Straßen und Gehwege "in maximalem Tempo" von den Schneemassen zu befreien. "Einzig aufgrund des enormen Engagements der Mitarbeiter konnten die Hauptverkehrsachsen verkehrssicher betreut und somit auch der ÖPNV gesichert werden", heißt es vonseiten der Stadt. Alle Straßen gleichzeitig schneefrei zu bekommen sei jedoch schlichtweg nicht möglich. Wie die Stadt mitteilt, hat es auch bezüglich der Müllabholung im Laufe der Woche Beschwerden gegeben. Aufgrund der Schneemassen hatten die Touren der Müllabfuhr nicht wie geplant stattfinden und die Leerungen deshalb nicht durchgeführt werden können. 

Aktuell hole die Müllabfuhr die ausgefallenen Touren nach und fahre außerdem die turnusmäßigen Abholgebiete an. Da die Seitenstraßen noch nicht geräumt seien und die Gefahr bestehe, dass die Fahrzeuge stecken bleiben, können viele Touren jedoch noch immer nicht vollständig gefahren werden. Die Müllabfuhr bemühe sich nach allen Kräften, die Abholung zu gewährleisten und ausgefallene Touren nachzuholen, könne aber nicht versprechen, dass dies in allen Fällen gelingt. "Unsere Kollegen geben alles und arbeiten an der Belastungsgrenze", heißt es dazu vonseiten der Stadt. "Dafür möchten wir uns bedanken und betonen, dass bei solchen Witterungsbedingungen manches eben erst nach und nach erledigt werden kann." Besonders in Situationen wie diesen seien deshalb "alle gefragt, mit anzupacken".

Eine oberfränkische Marktgemeinde steht derweil vor Herausforderungen beim Streuen der Straßen. Die Bevölkerung wird gebeten, sich auf eine Ausnahmesituation einzustellen. Weitere Nachrichten aus Fürth findet ihr in unserem Lokalressort.