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Simba Dickie: Fränkischer Spielzeugriese übernimmt US-Firma


Autor: Ralf Welz

Fürth, Freitag, 23. Januar 2026

Der fränkische Spielwarenhersteller Simba Dickie baut seine Aktivitäten in den USA aus. "Wir sehen großes Potenzial", erklärt der CEO mit Blick auf den jüngsten Deal.
Zum Markenportfolio der Simba Dickie Group zählen unter anderem die Bobby-Cars von Big sowie Märklin-Eisenbahnen.


Die Fürther Spielzeugfirma Simba Dickie hat die Mehrheit am US-amerikanischen Unternehmen Sunny Days Entertainment übernommen. Ziel sei es, seine Position auf dem amerikanischen Markt auszubauen, wie das fränkische Unternehmen am Freitag (23. Januar 2026) bekanntgab. Neben den bestehenden Geschäftsaktivitäten in den USA entstehe ein neuer Standort mit einem separaten Team und separaten Geschäftsbereichen.

Die Simba Dickie Group ist einer der größten Spielwarenhersteller Europas und beschäftigt laut Eigenaussage weltweit circa 2400 Mitarbeiter. 2025 erzielte das Familienunternehmen einen Umsatz von 690,8 Millionen Euro. Gegründet wurde die Firma 1982, seit 2021 leitet Florian Sieber den Betrieb in dritter Generation. Das Sortiment umfasst nach eigenen Angaben mehr als 4000 Produkte. Zur Unternehmensgruppe zählen unter anderem der Bobby-Car-Hersteller Big und die bekannte Modelleisenbahn-Firma Märklin.

Fürther Simba Dickie Group übernimmt Sunny Days Entertainment

Sunny Days Entertainment wurde 2012 in Simpsonville, South Carolina, gegründet und beschäftigt circa 150 Mitarbeiter. Laut Mitteilung der Simba Dickie Group zählt das Unternehmen nach Umsatz zu den 20 größten Spielwarenherstellern in den Vereinigten Staaten. Die Produktpalette umfasst demnach unter anderem Babyartikel, Spielsets, Outdoorartikel sowie Kunststofffahrzeuge mit Licht und Sound.

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Die deutsche Spielwarenkette "Rofu Kinderland" hat derweil Insolvenz angemeldet - allein in Franken gibt es fast ein Dutzend Filialen.

Mit seiner Übernahme plant Simba Dickie, Synergien in Entwicklung, Produktion und Vertrieb zu nutzen. Ziel ist es, die Position von Sunny Days Entertainment im Markt weiter auszubauen und die internationale Ausrichtung zu stärken. Der fränkische Spielwarenhersteller will die beiden Firmengründer dabei unterstützen, das Unternehmen "auf das nächste Level zu bringen" und das Wachstum fortzusetzen, heißt es in der Pressemitteilung.

Fränkischer Spielzeughersteller sieht "großes Potenzial in den USA"

"Wir sehen großes Potenzial in den USA als auch international", wird Simba-Dickie-CEO Florian Sieber zitiert. Melvin Wells, der gemeinsam mit Jim Ruggiero das Unternehmen weiterführen wird, sieht in der Zusammenarbeit mit der Simba Dickie Group neue Entwicklungsmöglichkeiten. Er betont, dass die globale Präsenz der Simba Dickie Group dazu beitragen könne, künftig noch mehr Kinder weltweit zu erreichen. 

Zu den finanziellen Details des Deals, etwa dem Kaufpreis, wurden keine Angaben veröffentlicht. 

In den Erlangen Arcaden hat derweil der Spielzeugriese Smyths Toys seine neue Filiale eröffnet. Das Einkaufszentrum kündigt indessen weitere Geschäfte an.

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