Ein 73-Jähriger war am frühen Dienstagmorgen auf der Staatsstraße 2245 zwischen Großhabersdorf und Oberdachstetten unterwegs. Bei Neudorf sprang ihm schließlich ein Reh vors Auto.

Der Zusammenstoß mit dem Tier ließ sich laut der Polizei nicht mehr vermeiden. Das Reh wurde hochgeschleudert und flog mit voller Wucht durch die Windschutzscheibe des Autos. Dabei hatte der 73-Jährige Glück, dass das Tier auf der Beifahrerseite ins Auto krachte. Es verfehlte ihn und der Mann wurde nur leicht am Auge verletzt. 

Reh rennt Mann vors Auto - dieser hat noch einmal Glück

Vorsorglich wurde der Senior dennoch in ein Krankenhaus gebracht. Sein Auto war jedoch nicht mehr fahrbereit und musste abgeschleppt werden. Es entstand ein Schaden in Höhe von 3000 Euro. 

Die Polizei Mittelfranken warnt, dass die Gefahr eines Wildunfalls derzeit bei Dämmerung und Nacht sehr hoch ist. Wie verhalte ich mich jedoch richtig, wenn mir ein Reh vors Auto läuft?

Die Polizei Mittelfranken gibt auf Facebook wichtige Tipps:

  • Beobachte die Fahrbahnränder genau
  • Queren Wildtiere die Straße, solltest du bremsen, hupen und abblenden. Auf diese Weise wird das Tier nicht geblendet und kann noch einen Fluchtweg finden
  • Beachte: Wildschweine, Hirsche und Rehe sind selten allein unterwegs. Wenn ein Tier über die Fahrbahn läuft, können weitere folgen
  • Ist eine Kollision trotz Vollbremsung nicht mehr zu vermeiden, ist es besser direkt auf das Tier zuzufahren, als ein riskantes Ausweichmanöver zu unternehmen. Der Aufprall auf einen Baum oder eine Kollision mit dem Gegenverkehr haben in der Regel schwerwiegendere Folgen als der Zusammenstoß mit einem Wildtier. 
  • Melde jeden Wildunfall der Polizei. Auch angefahrene und verletzte Tiere müssen aufgespürt und ggf. behandelt werden. Für die Schadenabwicklung mit der Versicherung ist eine bestätigte Unfallmeldung Voraussetzung
  • Fasse angefahrenes Wild auf keinen Fall an! Das Risiko für Verletzungen durch ein letztes Aufbäumen des Tieres und auch für Infektionen ist hoch

Weitere Infos gibt es hier.