Baby im Kreis Fürth gefunden: Anfang Juni wurde in Langenzenn, Landkreis Fürth, ein Neugeborenes ausgesetzt. Passanten entdeckten das Baby auf einer Wiese und alarmierten die Polizei.

Während das Baby stark unterkühlt in eine Klinik gebracht wurde, machte sich die Polizei auf die Suche nach der Mutter. Die 19-Jährige wurde vorläufig festgenommen.

Update vom 09.06.2021: Ausgesetztes Baby aus Langenzenn außer Lebensgefahr

Eine Woche nach dem Fund eines ausgesetzten Neugeborenen in Mittelfranken ist das Baby außer Lebensgefahr. "Die Kleine atmet selbstständig", sagte eine Sprecherin des Klinikums Fürth. Folgeschäden seien zwar immer noch nicht auszuschließen. Aber: "Insgesamt sind wir vorsichtig optimistisch", sagte die Sprecherin. Zuvor hatte der Bayerische Rundfunk berichtet.

Das Kind war vergangenen Mittwoch stark unterkühlt von Passanten auf einer Wiese in Langenzenn (Landkreis Fürth) gefunden worden. Die 19-jährige Mutter des Mädchens sitzt in Untersuchungshaft.

Ursprüngliche Meldung vom 05.06.2021: Fußgänger finden neugeborenes Kind in Langenzenn - Mutter festgenommen

Am Mittwoch (02.06.2021) haben Passanten in Langenzenn ein Neugeborenes auf einer Wiese entdeckt. Sie alarmierten umgehend Polizei und Rettungsdienst und es wurde eine Fahndung nach der Mutter des Babys gestartet.

Während der Gesundheitszustand des Kindes weiterhin kritisch ist, wurde die Mutter nun vorläufig festgenommen. Wie das Polizeipräsidium Mittelfranken am Freitag (04.06.2021) mitteilte, wurde noch am Tag des Vorfalls ein Haftbefehl wegen Aussetzung gegen die 19-Jährige erlassen. Sie befindet sich in Untersuchungshaft.

Das Baby, ein Mädchen, ist immer noch im Krankenhaus und ist in kritischem Zustand. Es sei derzeit noch nicht absehbar, ob es aufgrund der starken Unterkühlung Langzeitfolgen davontragen wird. 

Gegen 7 Uhr morgens hatten Passanten das Kind im Bereich der Klostersstraße liegen gesehen und laut Bericht des Polizeipräsidiums Mittelfranken sofort die Rettungskräfte alarmiert. Bis Polizei und Rettungsdienst eingetroffen waren, hatten die Zeugen das Baby an sich genommen. Da zu vermuten war, dass sich die Mutter des Neugeborenen in einer hilflosen Lage befindet, hatte die Polizei Zirndorf eine umfangreiche Fahndung gestartet.

Auch ein Polizeihubschrauber und Personensuchhunde waren im Einsatz. Im Laufe der Fahndung ergaben sich jedoch schnell Hinweise auf eine junge Frau aus dem Stadtgebiet von Langenzenn. Wenig später konnten die Beamten die Frau an ihrer Wohnanschrift antreffen und sie räumte ein, die Mutter des Babys zu sein.

Die Hintergründe des Vorfalls sind noch unklar. Die Fürther Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Das Neugeborene wurde zur Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Laut Notarzt ist der Zustand des Kindes kritisch. Auch die Mutter wurde vorsorglich in eine Klinik eingeliefert bis sie schließlich festgenommen wurde.