Druckartikel: Kreis Fürth: CSU-Werbegeschenk sorgt für Kopfschütteln - "fragwürdig"

Kreis Fürth: CSU-Werbegeschenk sorgt für Kopfschütteln - "fragwürdig"


Autor: Ellen Schneider

Langenzenn, Mittwoch, 04. März 2026

Kurz vor der Kommunalwahl werben die Kandidaten noch einmal intensiv um Stimmen. Beim Verteilen der Wahlflyer kam es im Kreis Fürth nun zu einem Missgeschick.
Im Netz wird Matthias Marschig, Stadtratskandidat der Langenzenner CSU, für das Verteilen seiner Wahlgeschenke kritisiert. Denn das Mindesthaltbarkeitsdatum (Juni 2024) der Fruchtgummi-Päckchen war deutlich überschritten.


Am 8. März finden in Bayern die Kommunalwahlen statt. Auch in Franken machen die Kandidaten daher aktuell ordentlich Werbung für sich. Im Landkreis Fürth kam es dabei jedoch zu einem kleinen Fauxpas, auf den in den sozialen Medien hingewiesen wurde.

In einem Beitrag einer lokalen Gruppe schreibt eine Anwohnerin: "Der Gedanke ist ja wirklich lieb gemeint, aber Gummibärchen in Briefkästen werfen, die 2024 abgelaufen sind, finde ich doch fragwürdig." Dazu teilt sie ein Bild, das eine Visitenkarte von Matthias Marschig zeigt, Stadtratskandidat der Langenzenner CSU. Ein anderes Foto zeigt die Verpackungsrückseite des Haribo-Produkts "Kinder Schnuller". Das aufgedruckte Mindesthaltbarkeitsdatum gibt Juni 2024 an. Auf Anfrage von inFranken.de hat sich Marschig zu der Aktion geäußert.

Kreis Fürth: CSU-Wahlaktion mit abgelaufenen Gummibärchen - "ist mir unangenehm"

Tatsächlich seien beim Verteilen der Visitenkarten am Sonntag (1. März 2026) in ungefähr 40 Briefkästen Visitenkarten samt abgelaufenen Gummibärchen gelandet. Eigentlich habe Marschig mit den Karten nämlich Bonbons verteilen wollen. Diese seien ihm jedoch irgendwann ausgegangen. Zu Hause habe er dann noch eine Tüte mit Süßigkeiten entdeckt und diese kurzerhand als Ersatz verwendet.

Video:




"Natürlich ist mir das unangenehm", gibt der CSU-Kandidat zu. "Aber das war ja nicht mit Absicht. Das wäre fahrlässig", betont er. Zudem ließe sich der Fehler nun auch nicht mehr rückgängig machen.

Auch zu verorten, in welchen Briefkästen die abgelaufenen Gummibärchen-Packungen gelandet sind, sei kaum möglich. Schließlich habe er allein am Sonntag circa 200 Karten verteilt. Allerdings: "Fünf davon konnte ich aus dem Verkehr ziehen."

"Genauso abgelaufen wie diese Partei": CSU-Stadtratskandidat erntet Spott im Netz

Die Frau des Stadtratskandidaten, Anita Marschig, hat sich unter dem Beitrag in den sozialen Medien bereits für den Vorfall entschuldigt. "Leider hab ich die Haltbarkeit nicht kontrolliert, war nicht mit Absicht. Entschuldigung nochmals", ist dort zu lesen. In den Kommentaren findet sich dennoch viel Spott.

"Genauso abgelaufen wie diese Partei" ist da etwa zu lesen oder "Politik der CSU ist ja auch schon sehr lange abgelaufen". Aber auch Kommentare wie "Probleme einer Wohlstandsgesellschaft" oder "Wer schaut da drauf?" finden sich unter dem Beitrag.

Auch im Rest Frankens laufen die Vorbereitungen zur Kommunalwahl auf Hochtouren. Dabei häufen sich jedoch auch traurige Nachrichten: In Würzburg ist ein Stadtratskandidat kurz vor der Kommunalwahl verstorben. Seit 1972 saß er durchgängig im Würzburger Stadtrat. Und auch in Walsdorf im Kreis Bamberg gab es einen überraschenden Todesfall