Rund 100 Teilnehmer sollen trotz Corona an einer Trauerfeier auf dem Friedhof in Fürth-Stadeln teilgenommen haben, erklärt die Pressesprecherin der Stadt Fürth am Freitag (26. Februar 2021) auf Anfrage von inFranken.de

Laut Berichten von Augenzeugen und Nachbarn habe es Verstöße gegen Corona-Auflagen (Maskenpflicht und Mindestabstand) gegeben. Die Polizei Mittelfranken kann dies nicht bestätigen, der Polizei liegen auch keine Hinweise über angebliche Sachbeschädigungen vor.

Fürther Friedhofsverwaltung: Große Zahl der Trauergäste "nicht verwunderlich"

Die Fürther Friedhofsverwaltung lässt am Freitag auf Anfrage ausrichten, dass eine Beisetzung eines Angehörigen der Sinti und Roma auf dem Friedhof in Fürth-Stadeln am vergangenen Montag (22. Februar 2021) mit zahlreichen Trauergästen stattgefunden habe. Gemäß Empfehlung des Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege sei derzeit nur dem engsten Familien- und Freundeskreis die Teilnahme an Beerdigungen gestattet. Im Regelfall gehe man von "nicht mehr als 25 Trauergästen" aus.

Die Bestattungskultur der Sinti und Roma sei jedoch nicht mit der gewohnten Bestattungskultur vergleichbar. So sei es laut Friedhofsverwaltung auch "nicht verwunderlich" gewesen, dass deutlich mehr als 25 Personen am Montag auf dem Friedhof in Fürth erschienen seien. Auf erneute Nachfrage beziffert die Stadt die Zahl der Trauergäste auf "etwa 100 Teilnehmende".

Die Trauerfeier haben im Freien vor der Leichenhalle stattgefunden und sei "absolut Corona-konform und diszipliniert" abgelaufen. Alle Teilnehmer hätten FFP2–Masken oder einen anderen "geeigneten Mund-Nasen-Schutz" getragen. Der Mindestabstand von 1,5 Metern sei zwischen den einzelnen Haushalten eingehalten worden. An den Eingängen habe die Friedhofsverwaltung die Kontaktdaten der Teilnehmer der Trauerfeier registriert. Von angeblichen Schäden sei der Stadt ebenfalls nichts bekannt.