• Burgfarrnbach hat Neuerung: Metzgerei Ammon verkauft Ware auch am Sonntag
  • "Ammonzon"-Automat: Bereits seit einer Woche am Netz
  • Inhaber zufrieden mit erster Resonanz: : "Leute sind begeistert"

Fleischautomat in Burgfarrnbach: Die Metzgerei Ammon hatte einen genialen Einfall für ihre Kund*innen. Das Fleisch des Betriebs können diese bereits seit einer Woche in einem Automaten kaufen. Der Inhaber zieht sein erstes Fazit. 

"Ammonzon" in Burgfarrnbach: "Die Leute sind begeistert"

"Es ist gut angelaufen", freut sich Metzgermeister Max Ammon. Nach der ersten Woche kann der Mitinhaber erste Tendenzen erkennen: "Am Anfang der Woche war noch nicht so viel los, am Wochenende war der Automat gut gefüllt".

Letzte Woche Montag war der Automat bereits ans Netz gegangen. Die Handhabung ist einfach: Man gibt eine Bestellung ab, telefonisch, per WhatsApp oder via E-Mail - und bekommt eine Abholnummer zurück. Um die Bestellung kümmert sich die Metzgerei und macht diese dann zum gewünschten Zeitpunkt fertig. Die Kosten bleiben die gleichen: "Für uns gehört das zum Service."

"Die Leute sind begeistert", erzählt Ammon, "die wollen den Service auch nutzen." Medial habe es ein großes Echo gegeben: "Wir waren auch im Radio", so Ammon. Im Vorfeld hatte Inhaber Max Ammon mit inFranken.de bereits über die Hintergründe der Idee gesprochen.

Neuer Automat von Familien-Metzgerei: Das ist die Idee dahinter 

Max Ammon, Mitinhaber des Familienbetriebs, ist stolz auf seinen neuesten Mitarbeiter. "In ganz Deutschland gibt es einen solchen Automaten nicht!", glaubt der Metzgermeister in 5. Generation. Der Automat "Ammonzon" - eine Anspielung auf den Online-Versandhandel Amazon - ähnelt einer Paketstation und ist mit moderner Technik ausgestattet. Interessierte Kunden können so ihren Einkauf einfacher und flexibler gestalten. Die Türchen funktionieren wie kleine Kühlboxen, damit die Ware auch frisch bleibt.

Ein großer Vorteil von "Ammonzon" ist zudem, dass Kunden demnächst nicht mehr zwingend in den Laden müssen, um ihren Einkauf zu tätigen. "Wegen Corona darf ja nur eine begrenzte Zahl an Leuten in den Laden kommen. Zu manchen Zeiten bildet sich dann eine Schlange vor dem Laden", teilt Ammon im Gespräch mit. Dieses Problem kann man mit dem neuen Automaten nun elegant umgehen.

"Die Digitalisierung schreitet voran" und man müsse mit der Zeit gehen. Auch für jüngere Kundschaft ist das Konzept attraktiver. Dennoch betont Ammon, dass es selbstverständlich auch weiterhin möglich ist, in den Laden zu kommen und wie gehabt an der Theke zu bestellen. Die Kunden können das selbst entscheiden.

Fachkräfte-Mangel spielt auch eine Rolle

Ein eher trauriger Grund für den neuen Weg ist der schleichende Fachkräfte-Mangel in der Branche. Metzgereibetriebe und der Einzelhandel generell tun sich immer schwerer damit, neues Personal zu finden. "Im Moment haben wir damit zum Glück noch kein größeres Problem, aber man weiß nie, was die Zukunft bringt", sagt Ammon.

Bis dahin haben Kunden und der Betrieb Zeit, sich mit dem neuen Automaten vertraut zu machen und die neuen Möglichkeiten zu genießen.