Fürth (ots) -
Am Dienstagnachmittag (11.08.2026) legte ein 33-jähriger Mann in einer Wohnung in der Fürther Südstadt Feuer. Durch die Staatsanwaltschaft erging Haftantrag wegen des Verdachts der schweren Brandstiftung.
Nach vorangegangenen Streitigkeiten im häuslichen Umfeld zwischen zwei Personen (männlich/weiblich) meldete sich die Frau in den Nachmittagsstunden des 11.08.2026 bei der Polizeiinspektion Fürth und bat um Hilfe, da sie persönliche Sachen aus der gemeinsamen Wohnung in der Winklerstraße holen wolle. Sie hätte die Befürchtung, dass sich ihr Ex-Partner noch in der Wohnung befinden könnte und traue sich deshalb nicht, diese alleine zu betreten.
Bei Eintreffen der Streife gab die Frau an, sie hätte ihren Ex-Partner (33, deutsch-polnisch) beobachtet, wie er die Wohnung kürzlich verlassen hätte und mit einem Fahrrad davongefahren sei.
Unmittelbar nach dieser Mitteilung meldeten andere Bewohner des Mehrfamilienhauses einen Brand im Erdgeschoss. Hierbei handelte es sich um die gemeinsame Wohnung der beiden Personen.
Die alarmierte Feuerwehr öffnete die Wohnungstür mit einem Schlüssel, den die Frau bereitstellte, und stellte Feuer in der Wohnung fest. Dieses konnte schnell gelöscht werden. Die Wohnung ist vorerst nicht mehr bewohnbar. Der entstandene Sachschaden kann derzeit noch nicht beziffert werden.
Eine unmittelbar eingeleitete Fahndung nach dem Beschuldigten verlief zunächst ohne Erfolg. Gegen 21:45 Uhr beobachtete eine Streife den Tatverdächtigen in der Friedrich-Ebert-Straße und nahm ihn daraufhin fest.
Die Staatsanwaltschaft ordnete eine Blutentnahme bei dem 33-Jährigen an. Darüber hinaus erging Haftantrag wegen des Verdachts der schweren Brandstiftung. Der Beschuldigte wird am heutigen Tag (12.08.2026) dem Ermittlungsrichter zur Prüfung der Haftfrage vorgeführt.