Blutregen: Wetterphänomen trifft uns am Wochenende
Autor: Redaktion, Agentur dpa
Franken, Freitag, 26. April 2019
Unwetter stehen aktuell nicht bevor. Aber schon am Freitagnachmittag könnte es ein Wetterphänomen in Franken geben: Den Blutregen.
Die sommerlichen Temperaturen der vergangenen Tage sind zunächst vorbei. Verantwortlich dafür, ist laut dem Herzogenauracher WetterexpertenStefan Ochs eine Kaltfront, die am Freitag (26. April 2019) über Franken zog. Davon ist auch der deutsche Wetterdienst (DWD) überzeugt. Aber nicht nur ein Temperatursturz steht bevor, sondern auch ein außergewöhnliches Wetterphänomen: der Blutregen.
Blutregen in Bayern - Schuld ist der Sahara-Sand
Der bayerische Rundfunk (BR) berichtet davon, dass die Ursache des Blutregens eine ungewöhnliche Wetterlage ist. Normalerweise ströme die warme Luft aus dem Mittelmeerraum nach Deutschland. Aktuell kommt die Luft jedoch aus einer Region, die noch weiter südlich liegt - aus Libyen. Aus der dortigen Wüste kamen laut dem BR rund 140.000 Tonnen Saharastaub nach Bayern. Nach Angaben des BR verfrachteten Winde den Sand sogar bis nach Grönland.
Sichtbar war der Saharastaub vor allem am Morgen und am Abend. Die Sonne schien hinter dem Staub förmlich verschleiert zu sein.
Am Freitag hat es geregnet. Dabei wurde der Saharastaub aus der Luft ausgewaschen. Sichtbar ist das vor allem auf Autodächern. Laut dem BR-Meteorologen Michael Sachweh ließen sich nach den Regenschauern bräunliche Spuren erkennen. Denn der Staub aus der Sahara färbt den Regen braun-rötlich. Daher auch der Name des Wetterphänomens.
Temperatursturz in Franken steht bevor
Laut der Vorhersage des Deutschen Wetterdienstes sollendie Temperaturen in Franken verglichen mit dem aktuellen frühsommerlichen Wetter um zehn Grad sinken.
In der Nacht zum Sonntag (28.04.2019) sinken die Temperaturen laut dem DWD sogar noch tiefer. Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt sinkt die Schneefallgrenze auf circa 1200 Meter.
Franken: Sturmschäden in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag
Für Querelen sorgte das Wetter bereits in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag (25.04.2019). Eine Kaltfront zog mit Sturmböen durch Franken. In Unterfranken kam es durch den heftigen Wind zu Verkehrsbehinderungen und Unfällen.