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Stichwahlen in Franken 2026: Überblick und wichtigste Infos


Autor: Anton Knorr

Franken, Mittwoch, 18. März 2026

Am Sonntag erfolgen in Teilen Frankens die Stichwahlen der Kommunalwahl. Unsere Übersicht zeigt, wo gewählt wird und was grundsätzlich zu beachten ist.
Am Sonntag (22. März 2026) kommt es zu diversen Stichwahlen in der Region.


Am 8. März fanden bayernweit die Kommunalwahlen statt. Bereits im Vorfeld deuteten Prognosen darauf hin, dass es in einigen Teilen Frankens besonders spannend werden könnte - eine Einschätzung, die sich durchaus bewahrheitet hat: In der Region konnte nicht jede Wahl im ersten Wahlgang entschieden werden, sodass es nun zu mehreren Stichwahlen kommt. Diese finden am kommenden Sonntag (22. März 2026) statt.

In unserer umfassenden Stichwahl-Übersicht stellen wir eine Auswahl der Orte vor, in denen erneut gewählt wird. Wir erläutern zugleich, worauf Wähler dabei achten müssen. Unter anderem finden Stichwahlen in folgenden Landkreisen und Städten statt:

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Oberfranken 

Stadt Bamberg

  • Oberbürgermeisterwahl Bamberg: Jonas Glüsenkamp (GRÜNE), 30,3 Prozent, gegen Sebastian Martins Niedermaier (SPD), 29,0 Prozent 

Landkreis Bamberg 

  • Bürgermeisterwahl Litzendorf 
  • Bürgermeisterwahl Scheßlitz 
  • Bürgermeisterwahl Zapfendorf 

Stadt Bayreuth 

  • Oberbürgermeisterwahl Bayreuth: Andreas Zippel (SPD), 34,9 Prozent, gegen Thomas Ebersberger (CSU, 28,2 Prozent

Landkreis Bayreuth

  • Bürgermeisterwahl Pegnitz

Stadt Hof 

  • Oberbürgermeisterwahl Hof: Stefan Schmalfuß (CSU), 39,4 Prozent, gegen Eva Döhla (SPD), 33,8 Prozent

Stadt Forchheim 

  • Oberbürgermeisterwahl Forchheim: Martina Regina Sabine Hebendanz (CSU), 33,2 Prozent, gegen Uwe Kirschstein (SPD), 28,6 Prozent 

Landkreis Forchheim 

  • Landratswahl Forchheim: Oliver Flake (CSU), 41,9 Prozent, gegen Hanngörg Zimmermann (FREIE WÄHLER), 28,2 Prozent 

Stadt Kronach

  • Bürgermeisterwahl Kronach: Angela Hofmann (CSU), 46,5 Prozent, gegen Michael Zwingmann (FREIE WÄHLER), 20,4 Prozent

Stadt Kulmbach

  • Oberbürgermeisterwahl Kulmbach: Ralf Hartnack (Freie Wähler), 33,7 Prozent, gegen Frank Wilzok (CSU/Junge Union), 33,6 Prozent

Landkreis Coburg

  • Oberbürgermeisterwahl Neustadt bei Coburg

Mittelfranken 

Stadt Ansbach

  • Oberbürgermeisterwahl Ansbach: Thomas Friedrich Deffner (CSU), 38,2 Prozent, gegen Hans-Jürgen Eff (Die Ansbacher), 14,3 Prozent

Landkreis Ansbach

  • Landratswahl Ansbach: Marco Meier (FREIE WÄHLER), 41,9 Prozent, gegen Jürgen Ludwig (CSU), 29,1 Prozent
  • Oberbürgermeisterwahl Rothenburg ob der Tauber 

Stadt Erlangen

  • Oberbürgermeisterwahl Erlangen: Jörg Volleth (CSU), 35,8 Prozent, gegen Florian Janik (SPD), 29,0 Prozent

Landkreis Erlangen-Höchstadt

  • Landratswahl Erlangen-Höchstadt: Alexander Tritthart (CSU), 46,1 Prozent, gegen Karsten Fischkal (FREIE WÄHLER), 14,7 Prozent
  • Bürgermeisterwahl Eckental
  • Bürgermeisterwahl Herzogenaurach
  • Bürgermeisterwahl Höchstadt an der Aisch

Landkreis Fürth

  • Bürgermeisterwahl Oberasbach
  • Bürgermeisterwahl Stein
  • Bürgermeisterwahl Zirndorf
  • Bürgermeisterwahl Langenzenn

Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim

  • Bürgermeisterwahl Neustadt an der Aisch

Stadt Nürnberg  

  • Oberbürgermeisterwahl Nürnberg: Marcus König (CSU), 46,0 Prozent, gegen Nasser Ahmed (SPD), 26,5 Prozent

Landkreis Nürnberger Land 

  • Bürgermeisterwahl Burgthann
  • Bürgermeisterwahl Feucht
  • Bürgermeisterwahl Lauf an der Pegnitz
  • Bürgermeisterwahl Röthenbach an der Pegnitz

Landkreis Roth 

  • Bürgermeisterwahl Hilpoltstein

Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen 

  • Landratswahl Weißenburg-Gunzenhausen: Markus Gläser (FREIE WÄHLER/SPD/GRÜNE/ÖDP/FDP), 44,3 Prozent, gegen Manuel Westphal (CSU), 43,4 Prozent
  • Bürgermeisterwahl Gunzenhausen

Unterfranken 

Stadt Aschaffenburg  

  • Oberbürgermeisterwahl Aschaffenburg: Markus Schlemmer (CSU), 41,1 Prozent, gegen Jürgen Herzing (SPD), 38,2 Prozent 

Stadt Schweinfurt 

  • Oberbürgermeisterwahl Schweinfurt: Ralf Hofmann (SPD), 37,6 Prozent, gegen Oliver Schulte (CSU), 23,4 Prozent 

Stadt Kitzingen

  • Oberbürgermeisterwahl Kitzingen: Stefan Güntner (CSU), 45,1 Prozent, gegen Enis Tiz (Freie Wähler), 40,0 Prozent

Landkreis Main-Spessart 

  • Landratswahl Main-Spessart: Sabine Sitter (CSU), 41,7 Prozent, gegen Christoph Vogel (FREIE WÄHLER), 37,7 Prozent 
  • Bürgermeisterwahl Lohr am Main

Landkreis Würzburg 

  • Landratswahl Würzburg: Thomas Eberth (CSU), 43,1 Prozent, gegen Sven Winzenhörlein (GRÜNE), 17,4 Prozent
  • Bürgermeisterwahl Ochsenfurt

Stichwahlen in Franken: Das sollten Wahlberechtigte wissen

In Franken entscheidet sich bei den kommenden Stichwahlen am Sonntag (22. März 2026), wer das Amt des Bürgermeisters oder Landrats in Zukunft bekleiden wird. Zu einer Stichwahl kommt es, wenn kein Kandidat die absolute Mehrheit, also mehr als 50 Prozent der abgegebenen gültigen Stimmen, erreicht hat. Die beiden Kandidaten mit den meisten Stimmen aus dem ersten Wahlgang treten dann erneut gegeneinander an. Wer die einfache Mehrheit erreicht, gewinnt. Worauf Wähler achten müssen, erfährst du im Folgenden.

Wer darf an der Stichwahl teilnehmen?

Wer bereits im ersten Wahlgang abgestimmt und in der Zwischenzeit sein Stimmrecht nicht verloren hat, ist auch für die Stichwahl stimmberechtigt, wie das bayerische Innenministerium auf seiner Webseite erklärt.

Kann ich bei der Stichwahl auch per Briefwahl abstimmen?

Wenn eine Stichwahl stattfindet, kann auch dafür eine Ausstellung des Scheins mit Briefwahlunterlagen beantragt werden. Normalerweise ist dieser Antrag bereits mit dem ersten Antrag für die Hauptwahl verbunden. Wer dies entsprechend angibt, erhält die Unterlagen für die Briefwahl bei der Stichwahl automatisch zugesandt. Falls dies nicht vermerkt wurde, das entsprechende Feld bei der Hauptwahl nicht angekreuzt oder zur Hauptwahl überhaupt kein Wahlschein beantragt wurde, müssen Stimmberechtigte, die per Briefwahl an der Stichwahl teilnehmen möchten, hierfür einen eigenen Antrag stellen.

Dieser kann schriftlich oder persönlich beim Wahlamt der Wohnsitzgemeinde eingereicht werden. Im Antrag müssen immer der Vorname, der Nachname, das Geburtsdatum und die vollständige Wohnanschrift angegeben werden. Falls erforderlich, kann auch eine abweichende Anschrift angegeben werden. Es ist möglich, den Antrag per Telefax oder E-Mail zu übermitteln, jedoch nicht telefonisch. Auch das auf der Rückseite der Wahlbenachrichtigung abgedruckte Formular kann dafür verwendet werden. Viele Gemeinden bieten außerdem entsprechende Möglichkeiten zur Antragstellung auf ihrer Internetseite an.

Was muss ich bei der Briefwahl beachten?

Wer per Briefwahl abstimmt, muss sicherstellen, dass sein Wahlbrief bis zu diesem Zeitpunkt an der zuständigen Stelle eingetroffen ist. Das bayerische Innenministerium empfiehlt auf seiner Webseite, den Wahlbrief spätestens am Donnerstag vor der Wahl (19. März 2026) per Post abzuschicken. 

Es besteht jedoch auch die Möglichkeit, den Wahlbrief bis Sonntag in den Briefkasten der jeweiligen Gemeinde einzuwerfen, oder ihn einem Bediensteten des Wahlamts zu übergeben. Das Bayerische Landesamt für Statistik informiert im Internet überdies über die Landkreise, die kreisfreien Städte sowie die Städte und Gemeinden mit mehr als 10.000 Einwohnern, in denen Stichwahlen stattfinden. Informationen zu kleineren Gemeinden müssen auf den jeweiligen Webseiten eingesehen werden, heißt es. 

Was muss ich im Wahllokal beachten?

Bei der Stichwahl gibt es zum ersten Wahlgang keine Unterschiede im Wahllokal. Wähler sollten laut dem Innenministerium im besten Fall erneut ihre Wahlbenachrichtigung und einen Lichtbildausweis mitbringen. 

Was, wenn ich meine Wahlbenachrichtigung verloren habe?

Hat man die Wahlbenachrichtigung verloren und möchte per Briefwahl abstimmen, kann man die Unterlagen, wie bereits oben erklärt, beantragen. Wer seine Stimme vor Ort vergeben will, sollte einen amtlichen Lichtbildausweis mitnehmen, um sich ausweisen zu können. 

Im ersten Wahlgang kam es bereits zu einigen Überraschungen in Franken. In Bamberg konnte Melanie Huml (CSU) beispielsweise nicht das Oberbürgermeisteramt ihrer Heimatstadt erreichen. Besonders kurios fiel das Wahlergebnis in einem Ort im Landkreis Main-Spessart aus: Dort trat nur ein einziger Bürgermeisterkandidat an, wurde jedoch nicht gewählt. In einer Gemeinde im Kreis Coburg musste die Wahlurne indessen aufgeflext werden.

Weitere Informationen zu den Kommunalwahlen 2026 findest du in unserem Themenressort.