Ein Tipp nahe Franken ist die Sternwarte Neumarkt. Die Lage in der Oberpfalz, abseits größerer Städte, sorgt für geringere Lichtverschmutzung und optimale Bedingungen für die Sichtung von Himmelsphänomenen wie Sternschnuppen oder Planeten.
Tipps für die Polarlicht-Sichtung
Damit die Sichtung der Polarlichter in Franken gelingt, sollten einige Vorkehrungen getroffen werden:
- Möglichst dunkle Orte ohne Lichtverschmutzung aufzusuchen.
- Den Himmel regelmäßig überprüfen, da Polarlichter plötzlich auftauchen können.
- Wetterbedingungen beachten: Eine klare Sicht ist entscheidend, Wolken verhindern den Blick auf das Polarlicht.
- Vorhersagetools nutzen, um magnetische Aktivität und die Wahrscheinlichkeit von Polarlichtern zu bestimmen.
- Die beste Beobachtungszeit ist zwischen 22 Uhr und 2 Uhr nachts, da die Aktivität oft in diesem Zeitraum am höchsten ist.
- Warme Kleidung tragen, da die Sichtung meist in kalten Regionen oder Jahreszeiten erfolgt.
- Geduld mitbringen, da Polarlichter oft nur kurz sichtbar sind und die Wartezeit variieren kann.
Normalerweise treten Polarlichter nur in polnahen Regionen auf, doch die Intensität des geomagnetischen Sonnensturms machte das Spektakel in ganz Bayern sichtbar. Das Farbenspiel entstand durch geladene Teilchen der Sonne, die vom Erdmagnetfeld in Richtung Polarregionen gelenkt wurden. Laut der Experten des Deutschen Wetterdienstes war das Auftreten in der vergangenen Nacht (19. Januar) eine der seltensten Gelegenheiten, Polarlichter in Süddeutschland zu erleben.
Seltenes Sonnensturm-Schauspiel: Polarlichter über Franken zu sehen
Ein außergewöhnlich starker Sonnensturm hat am späten Montagabend den Himmel über Franken in ein farbiges Lichtspiel verwandelt. In Städten wie Fürth und Bamberg waren die Polarlichter mit bloßem Auge sichtbar, wie die fränkische Nachrichtenagentur News5 berichtete. Besonders in ländlichen Gegenden bot sich ein beeindruckender Anblick: Grüne und rote Lichter durchzogen den sternenklaren Himmel.
Die Polizei Mittelfranken nahm sich die Zeit, ein Polarlicht-Foto auf Facebook zu posten. "Ein besonderer Moment am gestrigen Abend: Über Mittelfranken waren Polarlichter zu sehen – festgehalten von den Kolleginnen und Kollegen der Polizeiinspektion Weißenburg", heißt es. Besonders kreativ fällt die Überschrift aus: "Blaulicht trifft Polarlicht."
Auch über anderen Regionen Bayerns, sowohl in Städten als auch in den ländlichen Gegenden, waren die Nordlichter zu sehen. Mit ihrer intensiven Leuchtkraft erhellten sie den Himmel und verzauberten die Menschen. Laut News5 ist ein solches Spektakel in diesen Breiten besonders selten, da Polarlichter normalerweise nur in polnahen Regionen auftreten. Von Norddeutschland bis hin zu den Alpen waren die Polarlichter sichtbar – ein Ereignis, das selbst Experten überrascht hat. Die ungewöhnliche Intensität des geomagnetischen Sturms machte das farbige Leuchten selbst weit südlich der Polarregionen erkennbar. Obwohl solche Erscheinungen in Deutschland äußerst selten sind, waren die Lichter durch den starken Sonnensturm deutlich zu sehen, wie der Deutsche Wetterdienst bestätigte.
Hintergründe: Wie entstehen Polarlichter?
Polarlichter entstehen durch das Zusammenspiel von Sonnenwind, geladene Teilchen der Sonne und dem Erdmagnetfeld. Dieses Magnetfeld lenkt die Teilchen zu den Polarregionen, wo sie auf Sauerstoff- und Stickstoffatome in der Atmosphäre treffen. Laut dem DWD regen die Teilchen diese Gase zum Leuchten an, wodurch die farbigen Lichter entstehen. Die Farbe hängt von der Höhe und dem angeregten Gas ab: Grün und Rot entstehen durch Sauerstoff, Blau und Violett durch Stickstoff.
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Der geomagnetische Sturm, der dieses Spektakel auslöste, erreichte die zweithöchste Stufe G4, wie die US-Atmosphärenbehörde NOAA berichtete. Die außergewöhnliche Intensität führte dazu, dass die Polarlichter bis nach Süddeutschland sichtbar waren – ein äußerst seltenes Ereignis in unseren Breitengraden.
Die Eruptionswolke der Sonne hat die Strecke zwischen Sonne und Erde in nur etwa 25 Stunden zurückgelegt – eine außergewöhnliche Geschwindigkeit, die laut Spaceweather zu den schnellsten jemals beobachteten koronalen Massenauswürfen (CME) der letzten 30 Jahre gehört. Diese Geschwindigkeit von rund 1660 km/s zeigt, wie extrem der Sonnensturm war.
Außergewöhnlicher Sturm mit Auswirkungen noch bis Mittwoch
Dieses seltene Ereignis erinnert daran, wie faszinierend die Natur sein kann. Sonnenstürme wie dieser sind nicht nur ästhetisch beeindruckend, sondern haben auch wissenschaftliche Bedeutung.
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Die NOAA überwacht solche Ereignisse genau, da sie auch Auswirkungen auf moderne Technologien wie Satelliten und GPS-Systeme haben können. sl/mit dpa
Die schönsten Aufnahmen aus der Community
Auch in Franken haben es einige aufmerksame Himmelsbeobachter geschafft, das Himmelsphänomen vor dem nächtlichen Nachthimmel fotografisch einzufangen. Der inFranken.de-Redaktion wurden von mehreren Fotografinnnen und Fotografen Aufnahmen zugeschickt. Ingmar Stenglein hat die Polarlichter beispielsweise vom Kreuzberg bei Marktrodach aus eingefangen.
Carolin Metz gelangen farbprächtige Aufnahmen in Bischofsheim in der Rhön.
Domi konnte das seltene Phäomen in Kramersfeld fotografieren.