Polarlichter über Franken: Fotos vom seltenen Sonnensturm-Schauspiel
Autor: Stefan Lutter, Julia Gebhardt
Franken, Dienstag, 20. Januar 2026
Polarlichter über Franken: Städte wie Bamberg und Fürth erlebten grüne und rote Nordlichter am Himmel. Ein Sonnensturm war Auslöser für das magische Spektakel.
Ein seltenes Himmelsphänomen hat Franken am späten Montagabend, 19. Januar 2026, verzaubert: Polarlichter in Grün, Rot und sogar Violett erhellten den Himmel über Städten wie Bamberg, Fürth und Sachsen bei Ansbach. Auch in Berg im Kreis Hof und weiteren ländlichen Gegenden bot sich ein faszinierender Anblick.
Normalerweise treten Polarlichter nur in polnahen Regionen auf, doch die Intensität des geomagnetischen Sonnensturms machte das Spektakel in ganz Bayern sichtbar. Das Farbenspiel entstand durch geladene Teilchen der Sonne, die vom Erdmagnetfeld in Richtung Polarregionen gelenkt wurden. Laut der Experten des Deutschen Wetterdienstes war dies eine der seltensten Gelegenheiten, Polarlichter in Süddeutschland zu erleben.
Seltenes Sonnensturm-Schauspiel: Polarlichter über Franken zu sehen
Ein außergewöhnlich starker Sonnensturm hat am späten Montagabend den Himmel über Franken in ein farbiges Lichtspiel verwandelt. In Städten wie Fürth und Bamberg waren die Polarlichter mit bloßem Auge sichtbar, wie die fränkische Nachrichtenagentur News5 berichtete. Besonders in ländlichen Gegenden bot sich ein beeindruckender Anblick: Grüne und rote Lichter durchzogen den sternenklaren Himmel.
Auch über anderen Regionen Bayerns, sowohl in Städten als auch in den ländlichen Gegenden, waren die Nordlichter zu sehen. Mit ihrer intensiven Leuchtkraft erhellten sie den Himmel und verzauberten die Menschen. Laut News5 ist ein solches Spektakel in diesen Breiten besonders selten, da Polarlichter normalerweise nur in polnahen Regionen auftreten.
Von Norddeutschland bis hin zu den Alpen waren die Polarlichter sichtbar – ein Ereignis, das selbst Experten überrascht hat. Die ungewöhnliche Intensität des geomagnetischen Sturms machte das farbige Leuchten selbst weit südlich der Polarregionen erkennbar. Obwohl solche Erscheinungen in Deutschland äußerst selten sind, waren die Lichter durch den starken Sonnensturm deutlich zu sehen, wie der Deutsche Wetterdienst bestätigte.
Hintergründe: Wie entstehen Polarlichter?
Polarlichter entstehen durch das Zusammenspiel von Sonnenwind, geladene Teilchen der Sonne und dem Erdmagnetfeld. Dieses Magnetfeld lenkt die Teilchen zu den Polarregionen, wo sie auf Sauerstoff- und Stickstoffatome in der Atmosphäre treffen. Laut dem DWD regen die Teilchen diese Gase zum Leuchten an, wodurch die farbigen Lichter entstehen. Die Farbe hängt von der Höhe und dem angeregten Gas ab: Grün und Rot entstehen durch Sauerstoff, Blau und Violett durch Stickstoff.
Diashows:
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Der geomagnetische Sturm, der dieses Spektakel auslöste, erreichte die zweithöchste Stufe G4, wie die US-Atmosphärenbehörde NOAA berichtete. Die außergewöhnliche Intensität führte dazu, dass die Polarlichter bis nach Süddeutschland sichtbar waren – ein äußerst seltenes Ereignis in unseren Breitengraden.


