Druckartikel: Neue Warnung vor Sturmböen in Franken: Hier wird es äußerst ungemütlich

Neue Warnung vor Sturmböen in Franken: Hier wird es äußerst ungemütlich


Autor: Ralf Welz, Alexander Kroh

Franken, Samstag, 24. Oktober 2026

Der Deutsche Wetterdienst hat erneut eine amtliche Warnung vor Sturmböen herausgegeben. Betroffen sind etliche fränkische Regionen. Zudem ist Dauerregen im Anmarsch.


Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat am späten Samstagnachmittag (24. Oktober 2026) erneut amtliche Warnungen vor Sturmböen für zahlreiche fränkische Regionen ausgegeben. Bereits am Freitag (23. Oktober) und in der Nacht zu Samstag hatte es entsprechende Warnungen gegeben. Ab dem späten Samstagabend und vor allem am Sonntag soll es dann in weiten Teilen Frankens ergiebig regnen. 

Die neuen Warnungen gelten für Lagen über 400 Metern, in höheren Lagen über 600 Metern wird vor schweren Sturmböen gewarnt. Betroffen sind nach bisherigem Kenntnisstand ausschließlich Landkreise und kreisfreie Städte in Unter- und Oberfranken. Für den Regierungsbezirk Mittelfranken liegen derzeit (Stand: Samstag, 18.30 Uhr) keine entsprechenden Hinweise vor. Die Gültigkeit der Warnungen für die betroffenen Bereiche in Ober- und Unterfranken beginnt laut DWD am Sonntag (25. Oktober 2026) in den frühen Morgenstunden.

Deutscher Wetterdienst warnt vor Sturmböen in Unter- und Oberfranken

Die aktuellen amtlichen Warnungen unterscheiden sich in Beginn, Ende und Intensität. Die folgende Übersicht fasst die Angaben des DWD zusammen. Alle Warnungen sind der Stufe 2 von 4 zugeordnet.

Unterfranken

  • Landkreis und Stadt Aschaffenburg: Sturmböen, Lagen über 400 Meter; gültig Sonntag, 2 bis 15 Uhr; Gefahr durch einzelne herabstürzende Äste und umherfliegende Gegenstände
  • Landkreis Bad Kissingen: schwere Sturmböen, Lagen über 600 Meter; gültig Sonntag, 0 bis 14 Uhr; Gefahr durch vereinzelt umstürzende Bäume und herabstürzende Gegenstände / Sturmböen, Lagen über 400 Meter; gültig Sonntag, 2 bis 15 Uhr; Gefahr durch einzelne herabstürzende Äste und umherfliegende Gegenstände
  • Landkreis Haßberge: Sturmböen, Lagen über 400 Meter; gültig Sonntag, 2 bis 18 Uhr; Gefahr durch einzelne herabstürzende Äste und umherfliegende Gegenstände
  • Landkreis Main-Spessart: Sturmböen, Lagen über 400 Meter; gültig Sonntag, 2 bis 15 Uhr; Gefahr durch einzelne herabstürzende Äste und umherfliegende Gegenstände
  • Landkreis Miltenberg: Sturmböen, Lagen über 400 Meter; gültig Sonntag, 2 bis 15 Uhr; keine Angaben zu konkreten Gefahren
  • Landkreis Rhön-Grabfeld: schwere Sturmböen, Lagen über 600 Meter; gültig Sonntag, 0 bis 14 Uhr; Gefahr durch vereinzelt umstürzende Bäume und herabstürzende Gegenstände
  • Landkreis und Stadt Schweinfurt: Sturmböen, Lagen über 400 Meter; gültig Sonntag, 2 bis 15 Uhr; Gefahr durch einzelne herabstürzende Äste und umherfliegende Gegenstände

Oberfranken

  • Landkreis und Stadt Bayreuth: Sturmböen, Lagen über 400 Meter; gültig Sonntag, 6 bis 18 Uhr; Gefahr durch einzelne herabstürzende Äste und umherfliegende Gegenstände
  • Landkreis und Stadt Coburg: Sturmböen, Lagen über 400 Meter; gültig Sonntag, 2 bis 18 Uhr; Gefahr durch einzelne herabstürzende Äste und umherfliegende Gegenstände
  • Landkreis und Stadt Hof: Sturmböen, Lagen über 400 Meter; gültig Sonntag, 6 bis 18 Uhr; Gefahr durch einzelne herabstürzende Äste und umherfliegende Gegenstände
  • Landkreis Kronach: Sturmböen, Lagen über 400 Meter; gültig Sonntag, 2 bis 18 Uhr; Gefahr durch einzelne herabstürzende Äste und umherfliegende Gegenstände
  • Landkreis Kulmbach: Sturmböen, Lagen über 400 Meter; gültig Sonntag, 6 bis 18 Uhr; Gefahr durch einzelne herabstürzende Äste und umherfliegende Gegenstände
  • Landkreis Lichtenfels: Sturmböen, Lagen über 400 Meter; gültig Sonntag, 6 bis 18 Uhr; keine Angaben zu konkreten Gefahren
  • Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge: Sturmböen, Lagen über 400 Meter; gültig Sonntag, 6 bis 18 Uhr; Gefahr durch einzelne herabstürzende Äste und umherfliegende Gegenstände

Sturmtief "Lusie" und Vorwarnungen – Dauerregen ab Samstagabend

Das Sturmtief "Lusie" war am Freitag und in der Nacht zum Samstag über Deutschland gezogen und hatte erhebliche Schäden verursacht. Mehrere Menschen wurden teils schwer verletzt. Bereits am Freitag sowie in der Nacht zu Samstag hatte der DWD entsprechende Sturmwarnungen ausgegeben.

Am Samstag ist es in Franken vielerorts windig bis stürmisch. Der DWD warnt abermals vor Sturmböen in bestimmten Regionen.

Ab dem späten Samstagabend und vor allem am Sonntag soll es in weiten Teilen Frankens ergiebig regnen. Der DWD hat dafür amtliche Warnungen vor Dauerregen veröffentlicht. Es besteht die Gefahr des Auftretens von Dauerregen der Stufe 2 von 4. Dies bedeutet, dass es vereinzelt zu Überflutungen von Straßen oder Unterführungen kommen kann. Bewohnerinnen und Bewohner der betroffenen Regionen sollten ihr Verhalten im Straßenverkehr entsprechend anpassen und überflutete Abschnitte meiden.

Dauerregen in Unterfranken – diese Regionen sind betroffen

In Unterfranken beginnen die Warnungen bereits am Samstag um 23 Uhr und gelten voraussichtlich bis Sonntag, 13 Uhr.

Betroffen sind:

  • Stadt und Landkreis Aschaffenburg
  • Landkreis Bad Kissingen
  • Landkreis Main-Spessart
  • Landkreis Miltenberg
  • Landkreis Rhön-Grabfeld
  • Landkreis und Kreis Würzburg

Dauerregen in Oberfranken – hier wird es nass

In Oberfranken gelten die Dauerregen-Warnungen der Stufe 2 von 4 erst ab Sonntag, 6 Uhr, bis voraussichtlich Sonntag, 15 Uhr. +

Betroffen sind hier:

  • Stadt und Landkreis Bayreuth
  • Stadt und Landkreis Hof
  • Landkreis Kronach
  • Landkreis Kulmbach
  • Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge

Empfehlungen des Deutschen Wetterdienstes - Hinweis zur Einordnung

Der DWD empfiehlt bei Sturmböen unter anderem:

  • freistehende Objekte sichern, etwa Leinwände und Möbel im Freien,
  • Zelte und Abdeckungen befestigen,
  • im Freien auf herabfallende Gegenstände, etwa Äste, achten.

Die Handlungsempfehlungen sind laut Angaben des Deutschen Wetterdienstes unverbindlich. Über die konkrete Umsetzung sollte je nach den örtlichen Gegebenheiten entschieden werden. Die Warnungen sind ein Hinweis auf erhöhte Windgeschwindigkeiten und mögliche Schäden. Aktuelle Entwicklungen und mögliche Änderungen der Gültigkeitszeiträume können über die DWD-Warn-App und die Internetseite des Deutschen Wetterdienstes sowie über lokale Medien abgerufen werden.

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