Druckartikel: Keine Tier-Karusselle mehr auf der Kärwa? Peta stellt radikale Forderung

Keine Tier-Karusselle mehr auf der Kärwa? Peta stellt radikale Forderung


Autor: Agentur dpa

Deutschland, Dienstag, 13. Februar 2024

Mit strahlenden Augen reiten Kinder in Karussellen auf Pferdchen, Löwen oder Elefanten - in Franken ein typisches Bild auf Kärwas und Volksfesten. Wenn es nach den Tierschützern von Peta geht, soll damit aber Schluss sein.
Das Karussell der Nürnberger Kinderweihnacht ist weltweit bekannt. Geht es nach den Tierschützern von Peta, sollen die Pferde durch Autos oder andere Fahrzeuge ersetzt werden.


Es ist eine etwas kuriose Aufforderung: Die Tierschutzorganisation Peta hat das Verwenden von Tieren in Karussellen kritisiert. Und zwar auch, wenn sie nicht echt sind.

Es sei ein Problem, dass Tiere zur Unterhaltung eingesetzt werden, sagte Peter Höffken, Fachreferent für Tiere in der Unterhaltungsbranche bei Peta in Deutschland. Zuvor hatte Bild darüber berichtet, dass Peta einen Freizeitpark in den Niederlanden aufgefordert hatte, auf Karussells mit Tieren zu verzichten

Kinder sollen aufgeklärt werden - Freizeitparks sollen auf Tier-Karusselle verzichten 

Höffken kritisierte, dass Touristen zum Beispiel in Ägypten auf Kamelen oder in Thailand auf Elefanten reiten. Die Menschen hätten schon als Kinder gelernt, dass es in Ordnung sei, so mit Tieren umzugehen, so Höffken. Etwa durch Karusselle mit Tieren. Da Aufklärung schon bei den Kleinen anfange, sei es richtig, hier anzusetzen.

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Kinder könnten zum Beispiel in einem Auto oder auf anderen Gegenständen sitzen, aber nicht auf Tieren. Zuvor hatte die Tierschutzorganisation in den USA einen Hersteller dazu aufgefordert, die Produktion und den Verkauf von Karussells mit Tiermotiven einzustellen, wie der Internetseite von Peta zu entnehmen war.

"Tiere, die für Fahrgeschäfte und andere Formen der Unterhaltung verwendet werden - darunter Kamele, Pferde, Elefanten und Delfine - werden oft bis zur Unterwerfung geprügelt, all ihrer natürlichen und wichtigen Eigenschaften beraubt und sogar geschlachtet, wenn ihr Körper abgenutzt ist", heißt es in dem offenen Brief.  Zuletzt hatte Peta den Nürnberger Tiergarten kritisiert - dort sollen Paviane getötet werden, weil sie sich zu stark vermehrt hatten.