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Glatteis-Unfälle sorgen für Hochbetrieb in fränkischen Notaufnahmen


Autor: Manuel Dietz

Franken, Mittwoch, 14. Januar 2026

Extremes Glatteis sorgte vor allem am Montag (12. Januar 2026) vielerorts für heftige Unfälle. Die Auswirkungen waren auch in den fränkischen Kliniken spürbar.
Glatte Straßen und Fußwege sorgten Anfang der Woche für zahlreiche Verkehrsunfälle und volle Notaufnahmen in fränkischen Krankenhäusern.


Zum Wochenstart sorgte Glatteis für heftige Unfall-Szenarien und reichlich Chaos auf Frankens Straßen. So kam es am Montagabend (12. Januar 2026) allein auf der A9 bei Bayreuth innerhalb weniger Stunden zu gleich neun Unfällen mit insgesamt 39 beteiligten Fahrzeugen. Auf der B173 bei Lichtenfels sorgte die spiegelglatte Fahrbahn derweil für eine Massenkarambolage mit insgesamt 18 beteiligten Fahrzeugen und 13 Verletzten.

Zu einem sehr schweren Unfall kam es aufgrund der Wetterlage bereits am Montagnachmittag auf der A6 südlich von Nürnberg. Ein 64-Jähriger konnte in der Folge nur noch tot aus seinem brennenden Auto geborgen werden. Doch nicht nur auf den Straßen hielt das Glatteis die Einsatzkräfte in Atem. Auch die fränkischen Kliniken bekamen die Auswirkungen der Wetterlage nach eigenen Angaben deutlich zu spüren. 

Fränkische Kliniken berichten von etlichen Verletzten: Glatteis sorgt für erhöhtes Patientenaufkommen in Notaufnahmen

"Im Zeitraum vom vergangenen Montag- bis Dienstagmittag gab es bei uns aufgrund des Winterwetters einen deutlichen Anstieg von Verletzten in der Zentralen Notaufnahme", berichtet ein Sprecher des Universitätsklinikums Erlangen am Mittwoch (14. Januar 2026) auf Nachfrage von inFranken.de. Demnach mussten innerhalb von 24 Stunden insgesamt 24 Personen mit Verletzungen wie Oberschenkel-, Sprunggelenk-, Ober- und Unterarmfrakturen sowie Kopfverletzungen und Gehirnerschütterungen behandelt werden. Hauptursache waren demnach glatteisbedingte Stürze von Fußgängern. Seit Dienstagmittag habe sich die Lage diesbezüglich aber wieder entspannt.

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In anderen fränkischen Kliniken zeigt sich derweil ein ganz ähnliches Bild. Wie eine Sprecherin des Klinikums Bamberg gegenüber inFranken.de berichtet, kam es aufgrund der Witterung in den letzten Tagen auch in der dortigen Notaufnahme zu einem "vermehrten Patientenaufkommen". Grund dafür sind demnach auch hier vor allem dem glatten Untergrund geschuldete Stürze von Fußgängern und Fahrradfahrern. Bei den zu versorgenden Verletzungen habe es sich im Wesentlichen um Frakturen im Bereich des Hand- und Sprunggelenkes gehandelt. Eine 35-jährige Bambergerin ist derweil glimpflich davongekommen. Nach ihrem schmerzhaften Sturz zeigt sie sich gerührt von der Hilfsbereitschaft einiger Passanten.

Auch im Klinikum Nürnberg hat das Glatteis für ein erhöhtes Patientenaufkommen in der Notaufnahme gesorgt. "Unsere Zentrale Notaufnahme auf dem Campus Süd, die auf die unfallchirurgische Versorgung spezialisiert ist, hatte am Montag und Dienstag dieser Woche eine Reihe von Verletzten zu versorgen, die ausgerutscht und gestürzt waren, zu Fuß oder auf dem Fahrrad", erklärt eine Sprecherin gegenüber inFranken.de. Am Montag seien das im Laufe des Tages zwischen 20 und 25 Personen gewesen. Es gab demnach "vor allem leichtere Verletzungen sowie verschiedene Brüche zu versorgen".  Das Patientenaufkommen habe sich jedoch "im erwartbaren Rahmen der winterlichen Wetterlage bewegt", sodass die Versorgung gut bewältigt werden konnte.

Bereits im vergangenen Jahr hatte Glatteis in Franken für volle Notaufnahmen gesorgt. Weitere Nachrichten aus Franken findet ihr in unserem Lokalressort.