Schulausfälle, Unterricht endet früher: Glätte hat Folgen in Franken
Autor: Alexander Milesevic
Franken, Montag, 12. Januar 2026
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt vor Glätte. Das hat an mehreren fränkischen Schulen Auswirkungen auf den Präsenzunterricht.
Wegen akuter Glatteisgefahr entfällt in Teilen Frankens der Präsenzunterricht. Das teilte das Bayerische Staatsministerium für Unterricht und Kultus mit. Demnach entfalle der Präsenzunterricht am Montag (12. Januar 2025) im Kreis und in der Stadt Aschaffenburg sowie im Kreis Miltenberg. Der Präsenzunterricht an der Grundschule Heuchling im Kreis Nürnberger Land entfalle zudem wegen einer defekten Heizungsanlage bis mindestens Mittwoch. Eltern würden über "Elternnachricht" laufend informiert. Eine Notbetreuung sei an der benachbarten Kunigundenschule eingerichtet.
In Oberfranken und im Kreis Haßberge endet der Präsenzunterricht heute glättebedingt schon um 13 Uhr. Es werde aber eine Notbetreuung geben, hieß es. Der Montag soll laut Wettervorhersage in vielen Teilen Bayerns gefrierenden Regen und Glatteis bringen. Wegen der Gefahr rief der Deutsche Wetterdienst (DWD) die zweithöchste Unwetterwarnstufe für den gesamten Freistaat aus.
Schulausfälle in Franken - Verkehrsminister warnt vor Glätte
Der DWD warnte in mehreren Bundesländern, darunter auch Bayern, vor Glatteis. "Vor dem Hintergrund der für heute geltenden amtlichen Unwetterwarnung vor Glatteis können die Straßenmeistereien die Schulwegsicherheit nicht gewährleisten", teilte das Kultusministerium mit. Auch in der vergangenen Woche waren viele Schulen bayernweit wegen möglicher glatter Straßen und Wege geschlossen geblieben - besonders die Oberpfalz war davon betroffen.
Kein Präsenzunterricht bedeutet jedoch nicht unbedingt, dass der Unterricht entfällt. Die Schulleitungen bestimmen eigenverantwortlich, ob der Unterricht beispielsweise über Videokonferenzen stattfindet oder ob Arbeitsblätter bearbeitet werden sollen.
Auch in anderen Bundesländern sind die Schulen zu, ADAC und der Bundesverkehrsminister mahnen zur Vorsicht: In weiten Teilen Deutschlands könne es am Montag durch gefrierenden Regen gefährlich glatt werden. "Die gefährliche Situation ist noch nicht vorbei", sagte Verkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) der Bild-Zeitung mit Blick auf Tief "Gunda", das auf Wintersturm "Elli" folgte. Laut DWD besteht vor allem in der West- und Südhälfte Deutschlands hohe Glättegefahr. Zuvor hatte "Elli" auch auf den Straßen Frankens für ein Glätte-Chaos gesorgt. ami/mit dpa