Frühling kommt nach Franken: Wetter, Blüten, Pollen und Vogelrückkehr
Autor: Nadine Wüste
Franken, Dienstag, 24. Februar 2026
Der Frühling kündigt sich in Franken mit milden Temperaturen, ersten Blüten und einsetzendem Pollenflug an. Auch Zugvögel kehren zurück, während seltene Schneeglöckchen und Krokusse für botanische Besonderheiten sorgen.
Am Dienstag (24. Februar 2026) überquert Franken eine Warmfront mit einem nur noch schwachen Regenband. Zudem wehen auch nur noch schwache Winde, wie Meteorologe Stefan "Wetterochs" Ochs berichtet. "Der nächste Regen fällt frühestens am Freitagabend", so Ochs.
Die Sonne soll dienstags und mittwochs (25. Februar 2026) nur gelegentlich scheinen bei Höchsttemperaturen von 11 bis 12 Grad. Besser sieht es am Donnerstag (26. Februar 2026) und Freitag (27. Februar 2026) aus: bei 16 bis 17 Grad bricht die Sonne durch die Wolkendecke. Auch wenn der Frühling langsam naht, liegen für zahlreiche Gebiete Frankens noch Hochwasserwarnungen vor - teils sind Häuser überflutet.
Temperaturen in Franken steigen: Pollenflug beginnt - Schneeglöckchen sprießen
Aufgrund einer sich auflösenden Kaltfront am Freitagabend sinken die Temperaturen am Wochenende auf etwa 13 Grad. Nichtsdestoweniger brechen schon die ersten Schneeglöckchen durch den Boden und Allergiker spüren den beginnenden Pollenflug. Wer sich näher mit den Frühlingsvorboten beschäftigt, wird feststellen, dass manche richtig wertvoll sind.
Der botanischer Name der Schneeglöckchen lautet "galanthus" und leitet sich von den griechischen Wörtern für Milch ("gala") und Blume ("anthos") ab. Den Königlichen Botanischen Gärten nahe London zufolge gibt es mehr als 20 Arten und rund 500 gezüchtete Sorten. Manch Blütenmuster ist so selten und reizend, dass Sammler teils vierstellige Summen dafür ausgeben.
2022 etwa verkaufte ein britischer Züchter eine einzelne Zwiebel seiner damals neuen Sorte "Golden Tears" ("Goldene Tränen") mit einem goldfarbenen Inneren für 1.850 Pfund (damals 2.220 Euro).
Safran im Krokus: So wertvoll sind Blume und Gewürz
Wie die Schneeglöckchen speichern auch die Krokusse ihre Nährstoffe in der Knolle unter der Erde, bis es Zeit ist auszutreiben. Der berühmteste ist wohl der Safran-Krokus (Crocus sativus), aus dessen violettfarbenen Blüten das Gewürz Safran entsteht, eines der teuersten der Welt. Die Pflanze blüht allerdings nicht im Frühjahr, sondern üblicherweise im Herbst. Geerntet werden die leuchtend roten Safranfäden mit einer Pinzette aus der Mitte der Blüte. Für ein Gramm getrockneten Safrans, der etwa zum Würzen von Paella, Risotto oder Curry verwendet wird, werden nach Angaben der Königlichen Gartenbaugesellschaft in London etwa 150 Blüten benötigt. In Deutschland wird der Krokus selten angebaut, am meisten im Iran.
Auch Pollen sind ein sicheres Zeichen für die erwachende Natur. Doch nicht immer, wenn jemand niest, muss ein blühender Baum in unmittelbarer Nähe stehen. Denn sobald Pollen aus den Blüten austreten, können sie von starken Winden mitgerissen werden. In höheren Luftschichten legen besonders kleinere und leichtere Körner über mehrere Tage und Ländergrenzen hinweg Hunderte Kilometer zurück, bevor sie zu Boden fallen.