Franken: Streiks bei Bus & Bahn - diese Linien fahren in den Städten trotzdem
Autor: Alexander Milesevic
Franken, Donnerstag, 19. März 2026
Warnstreiks legen den Nahverkehr in mehreren fränkischen Städten lahm. Sie dauern jedoch nicht überall gleich lang.
ÖPNV-Kunden müssen sich in fränkischen Städten wieder auf starke Einschränkungen wegen Warnstreiks einstellen. So legen die Fahrer in Bamberg, Bayreuth, Fürth, Schwabach und Schweinfurt am Donnerstag (19. März 2026) ihre Arbeit nieder. In einigen Städten gehen die Ausstände auch am Freitag und teilweise sogar am Samstag weiter. S- und Regionalbahnen fahren jedoch wie gewohnt, weil sie andere Betreiber haben.
In Nürnberg wird am Donnerstag nach Angaben der Verkehrsgesellschaft VAG ebenfalls gestreikt, zunächst aber nur in der Buswerkstatt. Spürbare Folgen für Fahrgäste werden deshalb erst an den beiden Folgetagen erwartet. Dann sollen U-Bahnen, Straßenbahnen und Busse in der Stadt komplett stillstehen. Die Stadtwerke planen einen Ersatzfahrplan auf Basis der Nachtlinien. Für das Spiel des 1. FC Nürnberg am Samstag raten sie zur Anreise mit der S-Bahn.
Warnstreiks in Franken - so ist die Lage
Bamberg setzt am Donnerstag auf einen Notfallfahrplan - die Stadtwerke sind über den Streit empört. Demnach sollen die Linien 935, 936, 937 und 938 von 6 bis 20 Uhr stündlich fahren. Ähnlich sieht es in Bayreuth aus, wo ebenfalls nur am Donnerstag gestreikt wird. Dort rechneten die Stadtwerke damit, die Hälfte des Angebots aufrechterhalten zu können.
Die Städte Schwabach und Fürth werden Donnerstag und Freitag bestreikt, dort sind Notfahrpläne beziehungsweise ein Notbetrieb geplant. Demnach sollen in Fürth die Linien E71, E72, E73, E75, E77, E78, E79 und E33 eingeschränkt fahren. Der Stadtverkehr Schwabach verwies auf die VGN-App, in der Fahrgäste sehen können, welche Fahrten stattfinden. In Schweinfurt werden nach Einschätzung der Stadtwerke zahlreiche Fahrten entfallen.
Grund des aktuellen Warnstreiks ist der laufende Tarifkonflikt. Bei den bisherigen drei Treffen mit dem Kommunalen Arbeitgeberverband (KAV) konnte keine Einigung erzielt werden. Am kommenden Montag findet der nächste Verhandlungstermin statt.
Das fordern die Beschäftigten
Die Gewerkschaft Verdi verlangt für die rund 9000 Beschäftigten in über 20 Unternehmen eine Gehaltserhöhung von rund 670 Euro sowie eine Reduzierung der wöchentlichen Arbeitszeit. Die Kommunen bezeichnen dies als unbezahlbar. Ihren Kalkulationen zufolge würde die Umsetzung der Verdi-Forderungen die Personalkosten im öffentlichen Nahverkehr um 25 Prozent ansteigen lassen. ami/mit dpa