Rofu Kinderland meistert Insolvenz: Das passiert mit den fränkischen Filialen
Autor: Sara Loesenbeck, Erik Jasper
Franken, Mittwoch, 29. Juli 2026
Die Gläubiger haben dem Insolvenzplan von Rofu Kinderland zugestimmt - damit ist das Unternehmen offiziell gerettet. In Franken bleiben jedoch nicht alle Filialen bestehen.
Update vom 29.07.2026: Rofu Kinderland meistert Insolvenz - das wird aus den fränkischen Filialen
Gute Nachrichten für die fränkischen Mitarbeiter von Rofu Kinderland: Der traditionsreiche Spielwarenhändler hat seine Insolvenz erfolgreich überstanden. Wie die PLUTA Management GmbH, die das Verfahren begleitete, in einer aktuellen Pressemitteilung bekannt gibt, konnte eine Einigung mit den Gläubigern erzielt werden.
Das Unternehmen mit Sitz in Hoppstädten-Weiersbach in Rheinland-Pfalz darf somit am 1. August 2026 aus der Insolvenz heraus und damit auch aus rechtlicher Sicht den Neustart vollziehen. Für sieben Rofu-Standorte in Franken bedeutet das, dass ihre Zukunft vorerst gesichert ist.
Einigung mit Gläubigern erzielt: Rofu Kinderland ist gerettet
Laut der Mitteilung stimmten alle Gläubigergruppen dem Insolvenzplan auf einem Erörterungs- und Abstimmungstermin im Juni einstimmig zu. Wie bereits im April angekündigt, übernimmt damit der Investor, die Kids & School Holding GmbH, den Geschäftsbetrieb und wesentliche Vermögenswerte. Das Amtsgericht Idar-Oberstein hat das Verfahren laut der Mitteilung aufgehoben. Durch die Lösung sollen bundesweit rund 1.150 Arbeitsplätze erhalten bleiben.
Dank der Rettung bleiben in der Region Franken die Filialen in Bayreuth, Coburg, Fürth, Goldbach, Kitzingen, Marktredwitz und Schweinfurt weiter geöffnet. Ende Juli schließen jedoch die Standorte in Ansbach, Kulmbach und Weißenburg, wie vonseiten des Unternehmens bereits im April kommuniziert wurde. Im gesamten Bundesgebiet werden 77 von zuvor 104 Filialen weitergeführt.
Ursprungsmeldung vom 27.04.2026: Rofu Kinderland bleibt - aber einige Filialen in Franken schließen
Gute Nachrichten für den Einzelhandelsriesen Rofu Kinderland: Wie die traditionsreiche Spielwarenkette mitteilte, hat die Firma einen Investor gefunden. Drei Monate zuvor hatte das Unternehmen Insolvenz anmelden müssen. Nun sei mit der Kids & School Holding GmbH eine entsprechende Investorenvereinbarung geschlossen worden, erklärte Rofu am 23. April 2026.
Die Investorenlösung soll über einen Insolvenzplan umgesetzt werden, so das Unternehmen. Eine Abstimmung ist für den Sommer geplant. Allerdings sollen laut Vereinbarung nicht alle Rofu-Filialen fortgeführt werden. Mehreren Standorten droht die Schließung - darunter auch Läden in Franken.
Rofu Kinderland findet Investor - Filialen Ansbach, Kulmbach und Weißenburg müssen schließen
Wie aus der aktuellen Mitteilung des Spielwarenhändlers hervorgeht, sollen nur 77 der rund 100 Filialen fortgeführt werden. 27 Standorte seien nicht Teil des Erwerberkonzepts und würden vom neuen Eigentümer nicht übernommen, so der Spielwarenhändler. Diese Filialen werden voraussichtlich bis Juli einen Räumungsverkauf durchführen. Den dortigen rund 330 Mitarbeitern droht die Kündigung.