BayWa-Bau- und Gartenmärkte: Keine Rettung für fränkische Filialen
Autor: Erik Jasper, Nele Nitschky
Franken, Freitag, 28. August 2026
Eine Baumarktkette ringt nach der Insolvenz um ihr Fortbestehen. Allein in Franken gibt es zehn Filialen. Nun mussten die Mitarbeiter dort einen herben Rückschlag verkraften.
Update vom 28.08.2026: BayWa-Bau- und Gartenmärkte: Keine Rettung für fränkische Filialen
Es sieht nicht gut aus für zahlreiche Filialen der BayWa-Bau- und Gartenmärkte. Bereits im Juni 2026 war bekannt geworden, dass der Mutterkonzern Hellweg Insolvenz angemeldet hat. Bisher sind die insgesamt 46 Standorte in Bayern und Baden-Württemberg zwar für Kunden geöffnet geblieben, wie es langfristig weitergeht, war jedoch nicht klar. Das Insolvenzverfahren war am Mittwoch (26. August 2026) in Eigenverwaltung eröffnet worden.
Nun gibt es schlechte Nachrichten für die Märkte in Franken: Für alle regionalen Filialen der insolventen Baumarktgruppe Hellweg/BayWa Bau & Garten gibt es bislang keine Rettung. Dies wurde am Freitag (28. August 2026) in einer Pressemitteilung bekannt gegeben. Bundesweit konnten Investoren sei nur für einen Teil des Filialnetzes gefunden worden – kein einziger davon liegt in Franken.
Fränkische Filialen bei Rettung außen vor: "Bedauern wir sehr"
"Unser vorrangiges Ziel war und ist es, möglichst viele Standorte und damit möglichst viele Arbeitsplätze zu erhalten. Dass dies für einen Teil unseres Filialnetzes gelungen ist, ist angesichts der schwierigen Ausgangslage ein wichtiges Ergebnis des Investorenprozesses", äußert Gerrit Hölzle, Co-Sanierungsgeschäftsführer von HELLWEG und BayWa Bau & Garten. Für einige der 46 Standorte gebe es demnach konkrete Fortführungslösungen. Die Märkte in Franken fallen jedoch nicht darunter. "Gleichzeitig bedauern wir sehr, dass sich nicht für alle Standorte eine Fortführungsperspektive abzeichnet."
Wie geht es dort jetzt weiter? "Da nicht absehbar ist, für welche der verbliebenen Filialen noch eine Fortführungslösung gefunden werden kann, musste den dort beschäftigten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vorsorglich gekündigt werden", heißt es in der Pressemitteilung. Co-Sanierungsgeschäftsführer Dr. Karl-Friedrich Curtze erklärt: "Die vorsorglichen Kündigungen sind notwendig, um angesichts des laufenden Verfahrens für alle Beteiligten die erforderliche Planungssicherheit zu schaffen. Sie bedeuten zugleich nicht, dass die Bemühungen um weitere Lösungen eingestellt werden."
Sollten sich im Rahmen des Investorenprozesses doch noch Lösungen für die betroffenen Standorte ergeben, würden die Verantwortlichen darüber informieren. Filialen, für die sich keine Investoren finden, werden bis Ende November 2026 geschlossen.
Zehn Baumärkte in Franken
Den betroffenen Mitarbeitern werden auch in diesen Märkten bis einschließlich November 2026 ihre Gehälter gezahlt. Die Finanzierung des laufenden Geschäftsbetriebes ist für die kommenden Monate gesichert. Die Standorte der fränkischen Filialen sind:
- Bad Windsheim
- Bindlach
- Diespeck
- Dinkelsbühl
- Fürth
- Gunzenhausen
- Karlstadt
- Nürnberg
- Rothenburg
- Würzburg