Fränkisches Seenland: Das steckt hinter dem künstlich erbauten Paradies
Autor: Jan Grunau
Mittelfranken, Samstag, 04. Juli 2026
Das Fränkische Seenland ist ein beliebtes Ausflugsziel in Mittelfranken. Es wurde einst künstlich geschaffen. Hier erfährst du mehr über die Hintergründe.
- Geografische Lage des Fränkischen Seenlands
- Entstehungsgeschichte der künstlichen Seenlandschaft
- Touristische Bedeutung des Fränkischen Seenlands
- Freizeitaktivitäten rund um die Seen
Die Seen des Fränkischen Seenlands wurden ursprünglich angelegt, um die Wasserversorgung in Nordbayern zu verbessern. Heute sind sie in Franken ein beliebtes Ausflugsziel und haben eine große Bedeutung für den Tourismus. Vor allem im Sommer zieht es zahlreiche Menschen an die Seen, die dort Entspannung suchen. Aber auch wer Abwechslung und Aktivitäten sucht, wird fündig: An den Ufern und auf dem Wasser wird häufig Sport getrieben.
Geografische Lage des Seenlands
Das Fränkische Seenland liegt in den Landkreisen Ansbach, Roth und Weißenburg-Gunzenhausen. Die sieben Seen mit einer Wasserfläche von rund 20 km² findest du zwischen den Städten Schwabach, Hilpoltstein, Weißenburg und Ansbach. Im Zentrum des Fränkischen Seenlands liegen der Große und Kleine Brombachsee, wo laut unseren Lesern auch einer der schönsten fränkischen Campingplätze Frankens zu finden ist, und der Igelsbachsee.
Zusammen mit dem 20 Kilometer nordöstlich gelegenen Rothsee und dem rund 10 Kilometer westlich liegenden Altmühlsee zählen sie zu den bedeutsamsten Seen der Region. Diese liegt am Nordrand der Fränkischen Alb in einer von Sedimentgestein geprägten Region. Die Fränkische Alb gehört zur Europäischen Hauptwasserscheide, die das Altmühl- und Donautal vom Regnitz-Main-Gebiet trennt.
Noch vor etwa 50 Jahren herrschte hier größere Wasserarmut, da der Anschluss an die aus den Alpen gespeiste Donau fehlte. Die durch Talsperren künstlich geschaffenen Seen haben nicht nur für größere Wassersicherheit gesorgt, sondern auch ein Naherholungsgebiet geschaffen.
Entstehungsgeschichte der künstlichen Seenlandschaft
Schon 1942 gab es erste Planungen für künstliche Seen, mit dem Ziel, die Lebensqualität und Entwicklung des Ballungsraums Nürnberg zu verbessern. Konkreter wurde es erst 1964. Damals galt das Gebiet des heutigen Brombachsees als am besten für eine Talsperre geeignet. Der endgültige Entschluss des Bayerischen Landtags erfolgte am 19. Juli 1970.
Rund vier Jahre später wurde mit dem Bau des Überleiters begonnen. Erst am 20. Juli 2000, rund 25 Jahre nach Beginn des Projekts, wurde dieses mit der offiziellen Einweihung des großen Brombachsees durch Edmund Stoiber abgeschlossen. Zuvor waren schon einige der Seen ihrer Bestimmung übergeben. Die Wasserüberleitung begann 1993.