Zahlreiche Bürger waren in Gemeinderatssitzung anwesend, als Bürgermeister Bernd Drummer (BG Wiesenthau) das neue Projekt vorstellte. Der Geschäftsleiter der Verwaltungsgemeinschaft (VG), Matthias Zeißner, projizierte den vorgesehenen Bebauungsplan "Binzig" an die Wand .

Der Gemeinderat hatte das Projekt bereits intern in einer Klausurtagung ausführlich diskutiert. Die Fläche von zwei Hektar erstreckt sich unterhalb des Friedhofes und des Bauhofes und wird zudem von Wohnbebauung und landwirtschaftlichen Nutzflächen eingegrenzt. Dabei habe laut Drummer die Gemeinde die Chance, die Grundstücke zu kaufen und zu verkaufen.


Spekulanten ausschalten

Stellvertretender Bürgermeister Hans Schütz (FW) betonte, die bisherigen Baugebiete seien auch an überzogenen Forderungen gescheitert. Hier habe man die Möglichkeit, auch kommunal das Bauland zu erwerben und dabei auch Spekulanten auszuschalten. "Wir haben schon zweimal gehofft und sind gescheitert. Wie lange sollen wir noch warten, junge Familien warten?", sagte Johannes Pieger (DG Sn). Er plädierte dafür, unverzüglich den Plan umzusetzen.

Kritisch sieht Ernst Messingschlager (DG Sn) dagegen den Plan. "Wir haben schon überall investiert und wollen das jetzt wieder machen. Ich bin gegen diesen neuerlichen Plan, die bisherigen Maßnahmen wurden nicht wie erforderlich verfolgt", war sein klarer Vorwurf.

Karl Krolopper (Neue Liste) gab zu bedenken, den Blick auf das Wiesenthauer Schloss nicht zu verbauen und regte mögliche Korrekturen an.

Generell wollen alle eine anliegerfreundliche Lösung anstreben. Mit einer Gegenstimme fasste der Gemeinderat den Aufstellungsbeschluss. Gleichzeitig vergab er den Planungsauftrag an das Planungsbüro Weyrauther, Bamberg.

Keine Einwände hat das Gremium zum Bebauungsplan "Bioenergie Werner" in der Gemeinde Pinzberg. Im Bericht teilte Drummer mit, dass die Telekom an die Gemeinde hinsichtlich eines neuen Funkmastes herangetreten ist. Drummer sagte, man habe dafür kein Land verfügbar. Sollte jemand auf privatem Grund dafür bereit sein, dann wäre die Gemeinde außen vor.

In der Heckengasse in Wiesenthau gibt es offensichtlich Probleme beim Befahren durch zu große Fahrzeuge, was häufig zu Dachrinnenschäden führe. Als erste Maßnahme soll eine Beschilderung und Limitierung der Fahrzeuggrößen Abhilfe schaffen.


Straße zum Walberla

Durch den hereinbrechenden Winter ist auch die Zufahrtstraße zum Walberla in Schlaifhausen wieder ein Thema. Die Straße zum Berg wird nicht im Winterdienst geräumt. Mit einer entsprechenden Beschilderung will die Kommune auf das Risiko beim Befahren hinweisen und somit auch keine Haftung übernehmen. Eine gänzliche Sperrung, die auch zur Sprache kam, soll es nicht geben, da zu viele Anlieger auch den Weg benötigen. Das gilt nicht für Silvester, wo die Straße nur begangen werden kann.


Filialkirche Schlaifhausen

Renoviert wird zurzeit die Filialkirche in Schlaifhausen. Die Gesamtkosten, so Drummer, bewegen sich insgesamt bei 341.000 Euro. Ungedeckt durch Zuschüsse sind 93.000 Euro. Diese muss die Kirchengemeinde aufbringen. Sie stellte daher einen Antrag auf Bezuschussung durch die politische Gemeinde.

Schnell war man sich einig, den gleichen Maßstab anzulegen, wie er für die Pfarrkirche St. Matthäus mit rund 30 Prozent zur Anwendung kam, und bewilligte 30.000 Euro.

Bürgermeister Bernd Drummer lud im Namen des Gesangvereins Schlaifhausen zum Adventskonzert in die Pfarrkirche Wiesenthau ein. Beginn am Sonntag, 10. Dezember, ist um 17 Uhr. Die Filialkirche in Schlaifhausen steht aus besagten Gründen noch nicht wieder zur Verfügung.