Gut 17 Millionen Euro will die Gemeinde Weißenohe heuer investieren. "Das Gesamtvolumen ist kein Druckfehler", sagte Kämmerer Ernst Steinlein, als der Weißenoher Gemeinderat den Haushalt verabschiedete. Die Investitionsliste hat Steinlein dann aufgeführt. "Es sind große Brocken dabei. Da werden große Beträge umgesetzt", bekräftigte der Kämmerer.

Der größte Posten ist dabei das Baugebiet Weber. 534 000 Euro sind für den Grunderwerb und den Straßenbau im neuen Baugenbiet vorgesehen, weitere 176 000 Euro für die Entwässerung und die Wasserversorgung und 135 000 für die Infrastruktur des Baulandmodells.

Die Arbeiten an der Chorakademie stehen mit 457 000 Euro auf der Liste und der Wanderparkplatz mit 250 000 Euro. Die Arbeiten dort hätten eigentlich längst begonnen werden sollen. Aber: "Die Firmen im Tiefbau sind jetzt schon bis Ende des Jahres ausgelastet", betonte Bürgermeister Rudolf Braun (WGA).

Viel Geld aus der Gewerbesteuer

"Wir werden am Jahresende wieder einen Überschuss haben, weil wir nicht alles ausgeben können", fügte Braun an. Die sich verzögernden Baumaßnahmen aufgrund der vollen Auftragslage waren auch der Grund für die Zuführung zum Vermögenshaushalt in Höhe von 1 012 000 Euro.

Dafür geht es nächste Woche mit der Umgestaltung des Weißenoher "Plärrers" los, wie der Bürgermeister verkündete. 90 000 Euro sind deshalb für die Straßenentwässerung im Haushalt eingestellt. Mehr bezahlen muss die Gemeinde künftig auch an den Abwasserzweckverband, und zwar infolge der gestiegenen Einwohnerzahl.

Dafür "spart" die Kommune durch die Auslagerung der Bauhofmitarbeiter in das gemeinsame Kommunalunternehmen "Im Steinbühl" an Personalkosten bzw. werden diese Kosten verlagert. Die Personalkosten reduzieren sich auf 71 800 Euro. 2017 waren es noch 186 000 Euro. Dafür sind 254 000 Euro für das gemeinsame Unternehmen eingeplant. Das Geld ist für den Straßen- und Wegeunterhalt, für den Bauhof, den Winterdienst, die Wasserversorgung, aber auch für Landschafts- und Naturschutzmaßnamen gedacht.

Weiterhin sind die Gewerbesteuer und die Grundsteuer A und B die stärkste Einnahmen der Gemeinde. "Das Ganze ist aber Schwankungen unterlegen. Wir vermuten, dass es nicht so gut bleibt", wagt Kämmerer Steinlein eine vorsichtige Prognose.

Mit 361 000 Euro sind die Schlüsselzuweisungen so hoch wie noch nie. 40 600 Euro kann die Kommune zum Vermögenshaushalt zuführen. Eine freie Finanzspanne gibt es nicht. Aber der Schuldenstand der Gemeinde ist seit langem am Sinken. "Wir haben schon lange keinen Kredit mehr aufgenommen, auch heuer nicht", betonte Steinlein. Die Schulden sinken auf 417 525,84 Euro, was einen Pro-Kopf-Schuldenstand von 371,46 Euro ausmacht. Weißenohe liegt damit deutlich unter dem Landesdurchschnitt.

Der Verwaltungshaushalt schließt mit einem Volumen von 2 091 800 Euro, der Vermögenshaushalt mit 2436 500 Euro. Die Gemeinderäte lobten den Kämmerer für seine Arbeit und stimmten gut gelaunt dem Haushalt zu.